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Die Begegnung mit der Blumenfee

Die Begegnung mit der Blumenfee

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Die Begegnung mit der Blumenfee – Kapitel 1

 

Fairylia saß auf einer der Blümchen, die die Wiese schmückten. Fairylias Blume schaukelte sanft im Wind und in den Zweigen des alten Lindenbaumes rauschte es. Die Sonne schien, die Vögel sangen und Fairylia war sehr nachdenklich. Sie war mehr eine Einzelgängerin. Ja, auch bei Feen kann es das geben.

 

Plötzlich lief ein kleines Mädchen namens Emily über die Wiese, genau auf Fairylia’s Blume zu. „Wow! Diese Blume ist schön! Die muss ich gleich abpflücken und der Mama zeigen!“ sagte Emily begeistert zu sich selbst. Sie griff zur Blume und wollte sie abpflücken, da hörte sie eine Stimme: „Nein! Ich bitte Dich, tu’ das nicht Mädchen!“ Emily erschrak, sah die Blume an und fragte: „Heh Blümchen kannst Du etwa sprechen?“ „Ich wollte Dich nicht erschrecken. Ich bin Fairylia eine Blumenfee und diese Blume ist mein Zuhause.“ Antwortete Fairylia freundlich. „Mein Name ist Emily. Oh! Dann hast Du aber ein schönes Zuhause!“ Antwortete Emily. „Ja, es ist aber nicht nur mein Zuhause, sondern die Blume ist auch mein Schützling.“ Sagte Fairylia. „Was meinst Du damit?“ Wollte Emily wissen. „Na ja, wir Feen und Elfen beschützen die Natur und auch die Blumen.“ Erklärte Fairylia geduldig. „Es gibt also doch Feen und Elfen. Es sind also keine Märchen- und Fantasiefiguren.“ Stellte Emily fest. Fairylia nickte und antwortete: „Du hast es erfasst mein Kind. Ihr Menschenkinder seid da ja noch zugänglicher, aber die Erwachsenen glauben leider nicht mehr an uns.“ Fairylia’s Stimme klang ganz traurig, als sie diese Worte sprach. Dann fügte Fairylia noch hinzu: „Aber viele von Euch Menschen glauben an Engel und Schutzengel. Da müssten sie eigentlich auch an uns glauben. Feen und Elfen sind die Engel der Natur.“ Emily strich der Blume sanft über das Köpfchen und sagte: „Du musst nicht traurig sein Fairylia. Ich glaube an euch und weiß, dass ihr die Schutzengel der Natur seid.“ Dann beugte sie sich hinunter und gab der Blume ein Küsschen.

 

Emily hatte ein paar Fragen an die Blumenfee und sie begann gleich mit der ersten Frage: „Darf ich mich zu dir in die Wiese setzen? Es ist so schön hier!“ „Ja natürlich.“ Antwortete Fairylia. Emily setzte sich so in die Wiese, dass sie die Blume gut ansehen konnte. Dann fragte sie weiter: „Haben Feen auch vor irgend etwas Angst?“ Fairylia seufzte. Danach antwortete sie: „Die Ängste der anderen Feen weiß ich nicht. Eine Angst haben aber alle Naturengel. Es ist die Angst, dass die Menschen eines Tages die ganze Natur zerstören. Wir machen uns Sorgen um die Umwelt und die Natur, weil die Menschen damit so achtlos umgehen. Aber wir sind stets um das Wohlergehen von Mutter Erde bemüht und helfen auch zusammen.“ Dann fragte Emily weiter: „Und wo gehst, bzw. fliegst Du hin, wenn Deine Blume verblüht ist?“ „Dann fliege ich ins Reich der Elfen und Feen. Dort beziehe ich über den Herbst und den Winter mein Quartier.“ Erwiderte Fairylia. „Wo ist das Reich der Elfen und Feen?“ fragte Emily. „Siehst Du diesen großen, alten Lindenbaum?“ fragte Fairylia. „Ja, einen Baum seh ich. Ist das der dort drüben?“ fragte Emily und zeigte mit dem Finger auf einen großen Baum. „Genau das ist er. Bei diesem Baum ist ein für Menschen unsichtbares Tor ins Reich der Elfen und Feen. Der Baumgeist, der die Linde beschützt ist gleichzeitig auch der Wächter des Tores.“ Erklärte Fairylia. Emily fragte begeistert: „Es gibt also ein Verbindungstor von der Menschenwelt in die Feenwelt?“ Fairylia hatte noch nie ein Kind erlebt, dass daran soviel Interesse zeigte und sie antwortete: „Ja, genau. Also es ist so: Wenn man durch das Tor durchgegangen ist, befindet man sich in einer Zwischenwelt. Über diese Zwischenwelt kommt man in verschiedene Welten. Man muss also in der Zwischenwelt auswählen, in welche Welt man will. Wenn ich also ins Feenreich möchte, gehe ich durch das Tor auf dem in großen Buchstaben „Reich der Elfen und Feen draufsteht.“ „Das ist ja interessant! Sagte Emily und fragte: „Welche Welten gibt es noch?“ „Es gibt zum Beispiel noch das Reich der Zwerge und Gnome. Aber alle Reiche sind miteinander verbunden. Wir arbeiten ja auch zusammen.“ Erklärte Fairylia. Nachdem Emily eine Weile still und nachdenklich da saß, fragte sie:  „Und Menschen, die an Euch glauben können nicht ins Feenreich?“ „Naja, vielleicht kannst Du uns ja mal besuchen kommen.“ Antwortete Fairylia.

 

Es war mittlerweile Abend geworden. „Musst Du nicht langsam nach Hause?“ fragte Fairylia. „Ja, ich werde jetzt dann gehen. Aber wie kann ich meiner Mama diese schöne Blume zeigen?“ „Male doch einfach ein Bild auf dem die Blume zu sehen ist. Darüber wird sich deine Mama sicher freuen. Und wenn deine Mama einmal Zeit hat, kannst Du mit ihr mal hierherkommen, und ihr die Blume zeigen.“ schlug Fairylia vor. Emily machte ein trauriges Gesicht und antwortete: „Das mit dem Bild ist zwar eine gute Idee, aber meine Mama hat nie wirklich Zeit für mich. Sie muss so viel arbeiten um Geld zu verdienen.“ „Hast Du Freunde?“ Wollte Fairylia wissen. Emily schüttelte den Kopf. „Dann bist Du wohl auch eher eine Einzelgängerin stimmt’s?“ „Ja Fairylia. Aber jetzt habe ich ja Dich als Freundin und das ist schön!“ Fairylia fand Emily zwar nett, war sich aber noch nicht sicher, ob sie sich auf eine Freundschaft mit ihr einlassen sollte. Bei Menschen war sie immer schon vorsichtig, auch wenn es sich um ein Kind handelte. Fairylia suchte nach einer passenden Antwort und sagte schließlich: „Kann schon sein, dass wir einmal Freundinnen werden.“ Enttäuscht antwortete Emily: „Sind wir also doch keine Freundinnen? Wie schade!“ Die Traurigkeit und Enttäuschung des Kindes tat der Fee im Herzen weh und sie sagte: „Was nicht ist kann ja noch werden. Weißt Du, wir Feen sind bei Menschen immer vorsichtig weil sie oft hinterlistig und böse sind.“ Emily’s Enttäuschung war aber noch immer nicht verschwunden. Sie antwortete: „Ich dachte, Ihr Feen könnt in die Herzen sehen und erkennen, wie ein Mensch ist.“ „Diese besondere Fähigkeit hat nur die Feenkönigin Emily.“ Antwortete Fairylia. „Ach so. Ich muss jetzt gehen.“ Sagte Emily, verabschiedete sich kurz von Fairylia und ging.

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Die Begegnung mit der Blumenfee – Kapitel 2

 

Kurz nachdem Emily wegging, beschloss Fairylia der Feenkönigin einen Besuch abzustatten. „Vielleicht kann die ehrwürdige Königin etwas über die kleine Emily herausfinden.“ Dachte sich Fairylia und machte sich auf den Weg. Sie flog zur Linde und begrüßte den Baumgeist Lindenius, der wie im ersten Teil schon erwähnt der Wächter des unsichtbaren Tores ist. „Guten Abend Lindenius. Bitte öffne mir das Tor.“ bat Fairylia. „Nanu? Deine Blume ist doch noch nicht verblüht Fairylia.“ Sagte Lindenius, der Geist des Baumes. „Ja, dass stimmt, aber ich muss mit der Königin etwas klären.“ Antwortete Fairylia. „Aber wer passt einstweilen auf dein Blümchen auf?“ Wollte Lindenius wissen. „Ich habe meine Nachbarin Fairylynn gebeten, dass sie während ich bei der Königin bin auf meine Blume aufpasst.“ „Okay gut.“ Erwiderte Lindenius beruhigt und öffnete das für Menschen unsichtbare Tor.

 

Fairylia schwebte durch das Tor. Dann flog sie durch ein zweites Tor ins Elfen und Feenreich. Schnell flog sie weiter zum Schloss der Feenkönigin Blumfairynia.

 

Königin Blumfairynia erhielt vom Baumgeist Lindenius schon eine Nachricht, dass Fairylia auf den Weg zu ihr war. Königin Blumfairynia war schon gespannt, mit welchem Anliegen die kleine Blumenfee wohl zu ihr kommen würde. Sie wunderte sich, weil es eher ungewöhnlich war, dass Fairylia obwohl die Blume noch nicht verblüht war ins Feenreich kam.

 

Als Fairylia beim Schloss ankam, erwartete sie schon eine Dienerin. Diese sagte: „Guten Abend! Sie werden bereits erwartet.“ Die Dienerin führte Fairylia sogleich zur Königin.

 

Nach dem üblichen Begrüßungsritual, Knicks machen usw. bot Königin Blumfairynia der Blumenfee einen Platz an und sagte: „Nun Fairylia, was führt Dich zu mir?“ Fairylia erzählte von Emily, ihre Liebe zur Natur und ihr Interesse an der Feenwelt. Dann erzählte sie, dass Emily sich mit ihr anfreunden wollte und fragte, ob sie sich auf eine Freundschaft mit dem Menschenmädchen Emily einlassen könne. Die Königin dachte kurz nach und fragte: „Hast Du ein Bild von Emily?“ Fairylia wusste sehr wohl noch, wie Emily aussah und schickte das Bild von Emily gedanklich in die Zauberkugel der Königin. „Ich habe Ihnen das Bild in die Kugel geschickt Majestät.“ Antwortete Fairylia. Königin Blumfairynia sah sogleich in ihrer Zauberkugel nach und entdeckte Emilys Bild. Nach der ausgiebigen Betrachtung des Bildes wandte die Königin nun den Herzscannerblick an. Mit diesem Blick konnte sie anderen Wesen, so auch Menschen in die Herzen sehen um zu erkennen, wie ein Mensch ist und ob er gute Absichten hat oder nicht.

 

Königin Blumfairynia war mit ihrer Bildbegutachtung fertig und sagte: „Liebe Fairylia, bei der kleinen Emily gibt es keinen Grund Angst zu haben. Es liegt nichts negatives vor. Sie ist ein sehr liebes Mädchen und du kannst dich getrost mit ihr anfreunden.“ „Vielen Dank Majestät. Das ist ja eine gute Nachricht.“ Antwortete Fairylia und begann sich Vorwürfe zu machen. Königin Blumfairynia spürte gleich, dass mit Fairylia etwas nicht stimmte und fragte: „Was ist los? Ich dachte, dass ist eine gute Nachricht.“ „Ist es ja auch Frau Königin.“ Antwortete Fairylia und erzählte, wie sie zu Emily sagte, dass sie sich noch nicht sicher sei, ob sie eine Freundschaft mit ihr eingehen sollte. Dann erzählte sie auch, dass Emily daraufhin sehr enttäuscht wegging. Die Königin strich Fairylia sanft übers Haar und sagte: „Du hast nichts falsch gemacht liebe Fairylia. Du hast nur die Wahrheit gesagt und das ist schon gut so. Ich bin mir sicher, dass Emily morgen wieder zu dir kommt. Ich habe deutlich gesehen, dass sie Dich schon fest in ihr Herz geschlossen hat.“ Das was die Feenkönigin sagte, ließ Fairylia erkennen, dass sie sich keine Vorwürfe zu machen brauchte und sie antwortete: „Danke Majestät! Sie haben es geschafft, dass ich mir keine Vorwürfe mehr mache. Wenn Sie es gestatten, würde ich Sie gerne umarmen.“ Die Königin lächelte und ließ sich von Fairylia umarmen. „Ah! Das hat gut getan!“ sagte Königin Blumfairynia. Lächelnd antwortete Fairylia: „Kann ich jederzeit wieder machen Frau Königin!“ „Danke Fairylia! Das Vergnügen umarmt zu werden habe ich nicht oft. Aber nun bitte ich Dich, flieg wieder zurück zu deiner Blume. Ich bin auch schon müde und will mich jetzt zur Ruhe begeben.“ antwortete die Feenkönigin. „Ja Majestät. Schlafen Sie gut und ich komme sie jederzeit gerne wieder besuchen wenn Sie möchten.“ Erwiderte Fairylia. „Danke, schlafe auch gut und mache dir keine Sorgen Fairylia.“ Nach diesen aufmunternden Worten der Königin begleitete eine Dienerin Fairylia wieder bis vor das Schloss. Elegant erhob sich die Blumenfee wieder in die Lüfte und schwebte davon.

 

Erschöpft aber glücklich und zufrieden kam Fairylia wieder bei ihrer Blume an. Sie bedankte sich bei ihrer Nachbarin Fairylynn für’s Aufpassen. Danach legte sich Fairylia neben die Blume in die Wiese und schlief ein. Fairylia hatte nie einen festen Schlaf. Sie musste ja sofort reagieren, wenn ein Feind sich der Blume nähern sollte.

 

Der Nächste Morgen kam. Die Sonne kitzelte Fairylia wach. Fairylias Blume war mit frischem Tau benässt. Der erste Gedanke, den Fairylia nach dem Aufwachen hatte war: „Ob Emily heute wieder kommt?“ Plötzlich Riss Lindenius Fairylia aus ihren Gedanken, als er nach ihr rief: „Fairylia! Post für Dich!“ Blitzschnell flog Fairylia zur alten Linde, wo Lindenius sie schon erwartete. „Guten Morgen Lindenius!“ Sagte Fairylia fröhlich und streckte ihm die Hand zum Morgengruß hin. „Guten Morgen Fairylia! Ich habe hier ein Päckchen für Dich.“ Antwortete Lindenius und hielt ihr das Päckchen hin. Verwundert nahm Fairylia das Päckchen und fragte: „Und von wem ist das?“ „Ein Bote der Feenkönigin hat es gebracht, also wird es von der Königin persönlich sein.“ Antwortete Lindenius. „Vielen Dank und ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag.“ Sagte Fairylia. „Danke, wünsch ich Dir auch.“ Erwiderte Lindenius kurz. Danach flog Fairylia wieder zu ihrer Blume zurück und betrachtete das Päckchen. „Was da wohl drinn ist?? Ob es auch etwas mit Emily zu tun hat?“ fragte sie sich.

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Die Begegnung mit der Blumenfee – Kapitel 3

 

Fairylynn beobachtete Fairylia von der Nachbarblume aus. „Warum macht die das Päckchen nicht endlich auf? Wartet die auf bessere Zeiten? Komisches Feengeschöpf!“ sagte sich Fairylynn gedanklich. Fairylia hörte Fairylynns Gedanken deutlich und sagte: „Ich hab dich gehört Fairylynn! An Deiner Stelle würde ich mit den Gedanken aufpassen, dass sie nicht zu laut werden! Meine empfindlichen Feenohren hören nämlich alles! Und zweitens: Was geht es Dich an, wann ich das Päckchen aufmache?!“ „Miststück! Du brauchst dir wegen deinen angeblich so empfindlichen Feenohren nichts einzubilden! Du hast mich belauscht!“ schimpfte Fairylynn. „Selber Miststück! Und ich habe dich nicht belauscht. Deine Gedanken waren einfach zu laut gedacht! Du hast deine Gedanken eben nicht im Griff!“ schimpfte Fairylia zurück. „Aus! Schluss! Was soll denn das?!“ Sind wir hier etwa im Feenkindergarten?“ meldete sich Lindenius. „Fairylynn, Du Neugierdsnase! Es geht dich gar nichts an, wann und wo Fairylia das Päckchen aufmacht und es geht Dich auch nichts an, was drin ist! Außerdem hat Fairylia Dich nicht belauscht! Also lass deine Nachbarin gefälligst in Ruhe und kümmere Dich um deinen eigenen Kram! Fairylia hat dir nichts getan! Und Du hast auch nicht das Recht, sie zu beschimpfen!“ Fügte er dann noch hinzu. „Du alter Baumgeist misch Dich da nicht ein! Du bist nichts weiter, als ein alter Knacker!“ schimpfte Fairylynn. „So! Jetzt reicht es aber endgültig! Ein alter, erfahrener Baumgeist muss sich nicht von einer kleinen, eingebildeten Blumenfee beschimpfen lassen! Das alles was Du aufführst werde ich nun der Königin melden Fairylynn!“ Dann sagte Fairylia: „Fairylynn ich lasse auch nicht zu, dass du Lindenius beschimpfst. Er hat dir auch überhaupt nichts getan! Er wollte nur versuchen, unseren Streit zu schlichten.“ „Fairylia Mädchen lass nur. Mit der frechen Göre werd ich schon fertig!“ sagte Lindenius und nahm Fairylynn mit zur Linde, benachrichtigte gleich darauf sofort die Königin und wenige Augenblicke später wurde Fairylynn schon von einem Diener abgeholt.

 

Fairylia atmete auf. „Endlich ist sie weg!“ sagte sie sich und nahm wieder ihr Päckchen in die Hand. Lindenius kam gleich nachdem Fairylynn abgeholt wurde wieder zu Fairylia. „So, nun hast Du Deine Ruhe und kannst dein Päckchen öffnen! Königin Blumfairynia wird bei Fairylynn garantiert keine Gnade walten lassen da kannst du dir sicher sein.“ Sagte Lindenius. Fairylia erwiderte: „Ich weiß Lindenius. Die Feenkönigin hasst Ungerechtigkeiten. Aber Du musst wissen, dass ich Fairylynn wirklich nicht belauscht habe.“ „Das weiß ich doch Fairylia. Mach dir deswegen keine Sorgen. Jetzt wünsche ich dir viel Spass beim Öffnen des Päckchens.“ Antwortete Lindenius und schwebte wieder in richtung Linde. „Danke Lindenius!“ Ruft Fairylia ihm nach und winkt.

 

Fairylia öffnete das Päckchen nun vorsichtig und es kam eine Schachtel zum Vorschein. Diese öffnete sie ebenfalls. Und was erblickten ihre kleinen Feenaugen da? 2 glitzernde Ringe. Echte Feenringe mit Feenstaubkörnchen verziert. Im einen Ring war der Name Emily eingraviert, und im zweiten ihr eigener Name, also Fairylia. Nun las Fairylia noch den Brief, den Königin Blumfairynia beigelegt hatte:

 

„Liebe Fairylia!

 

In Emily hast Du eine gute Freundin gefunden. Diese Ringe sind Freundschaftsringe für Euch. Emilys Verbindung zu Dir wird durch den Ring, wenn sie ihn trägt immer stärker. Weil Emily so ein gutes Mädchen ist, hat sie auch den Segen vom Feenreich. Ich wünsche Euch viel Glück und Freude mit den Ringen.

 

Lichtvolle Feengrüße

 

                              Eure

                              Feenkönigin Blumfairynia

 

Ps.: Du Fairylia brauchst mich nicht mehr mit Majestät anzusprechen. Sag einfach Blumfairynia zu mir. Ich habe nämlich herausgefunden, dass wir beide miteinander verwandt sind. Näheres erfährst Du, wenn Du wieder ins Schloss kommst.“

 

„Ich? Mit der Königin verwandt?“ fragte sich Fairylia verwundert. Sie war durcheinander, aber im positiven Sinne. Einerseits die Freude über die Ringe, und dann andererseits die Nachricht, bezüglich der Verwandtschaft zwischen ihr und der Feenkönigin. Fairylia hoffte, dass Emily heute wieder zu ihr kommen würde. Es gab so viel zu erzählen und zu bereden.

 

Am frühen Nachmittag hörte Fairylia die trippelnden Schritte eines Kindes. Erfreut hüpfte Fairylia auf ihrer Blume auf und ab. Dann fragte sie: „Emily bist Du’s?“ „Ja Fairylia ich bin es. Es tut mir leid, dass ich gestern so enttäuscht weggegangen bin. Ich hab das Gefühl, dass ich gestern Abend zum Schluss nicht besonders höflich zu dir war.“ Fairylia erwiderte lächelnd: „Nein, nein Emily. Du brauchst Dir wirklich keine Vorwürfe zu machen. Ich war ja eigentlich schuld.“ Dann erzählte Fairylia der kleinen Emily alle Neuigkeiten und teilte ihr auch mit, dass sie nun bereit wäre, eine Freundschaft mit Emily zu beginnen. In diesem Zusammenhang gab Fairylia ihrer neuen Freundin auch den Feen-Freundschaftsring und las ihr den Brief der Feenkönigin vor. Emily war überwältigt und freute sich sehr. Zusammen setzten sie sich hin und schrieben einen Dankesbrief an die Königin.

 

„Liebe Königin Blumfairynia!

 

Wir möchten uns sehr herzlich für die Freundschaftsringe bedanken. Ich, Emily werde Ihr Reich und die Natur so gut ich kann unterstützen. Wenn es etwas gibt, dass ich für Sie tun kann, geben Sie mir bescheid.

 

Mit lieben Grüßen

 

                             Fairylia & Emily

 

Fairylia bat Emily den Zettel zusammenzufalten. Fairylia klatschte indessen 3 mal in die Hände und gleich darauf kam ein kleines Täubchen. „Hallo Palomia! Darf ich Dir meine neue Freundin Emily vorstellen? Emily das ist Palomia, ein Brieftäubchen. Palomia wird jetzt unseren Brief mitnehmen und zur Königin bringen.“ Sagte Fairylia. „Na Du bist aber ein liebes Täubchen!“ sagte Emily. Palomia ließ sich von Emily streicheln. Dann fragte Fairylia: „So Emily, hast du das Blatt schön zusammengefaltet?“ Emily nickte. In diesem Moment nahm Palomia Emily sanft den Brief aus der Hand. „Brave Palomia!“ sagten beide im Chor. Mit wenigen Flügelschlägen verschwand Palomia mit dem Brief im Schnabel.

 

Wow! Das war toll!“ rief Emily aus. „Was denn?“ fragte Fairylia. „Das Du mit dem dreimaligen Klatschen eine Brieftaube herbeirufen kannst.“ Antwortete Emily. „Das kannst Du jetzt auch machen Emily. Das ist ein Kinderspiel!“ meinte Fairylia. „Wieso meinst Du, dass ich das jetzt auch kann?“ fragte Emily neugierig. „Na durch den Ring hast du ja jetzt eine Verbindung ins Feenreich und dadurch auch leichte Zauberkräfte.“ Erklärte Fairylia.

 

Die Zeit verging wie im Flug und schon wieder kam der Abend. Die Freundinnen verabschiedeten sich und Emily ging nach Hause. Sie wollte dann in ihrem Zimmer versuchen eine Botschaft an Fairylia zu senden.

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Die Begegnung mit der Blumenfee – Kapitel 4

 

Erschöpft aber doch gut gelaunt kam Emily zu Hause an. Ihre Mutter war auch schon da. „Hallo Emily! Na, hast Du einen schönen Tag gehabt??“ Wollte die Mutter wissen. Emily nickte. „Was hast Du denn da für einen Ring am Finger?“ fragte Emilys Mutter. „Das ist ein Geschenk von einer Freundin.“ Antwortete Emily wahrheitsgemäß. „Aha, und wer ist diese Freundin?“ fragte die Mutter. „Mama du bist aber sehr neugierig!“ erwiderte Emily. „Emily was ist denn los? Warum willst Du mit mir nicht über deine Freundin reden? Ich will schließlich wissen, mit welchen Leuten Du Dich umgibst.“ „Du würdest es nicht verstehen!“ „Was würde ich nicht verstehen Emily?“ fragte die Mutter. „Na das mit der Freundin.“ Die Mutter begriff, dass es momentan keinen Sinn machte, bei Emily weiter zu bohren. Und Emily wiederum war sich nicht sicher, ob sie von ihrer Freundschaft mit einer Fee erzählen sollte und ob sie das überhaupt vom Feenreich aus erzählen dürfe.

 

Nach dem Abendessen zog sich die Mutter ins Wohnzimmer zum Fernsehen zurück und Emily verschwand in ihrem Zimmer. Sie wollte für Fairylia etwas schreiben und dann das Brieftäubchen Palomia rufen. Nachdem Emily alles nötige zum Schreiben hergerichtet hatte, rief plötzlich ihre Mutter nach ihr. „Emily komm bitte noch mal!“ „Was ist denn Mama!?“ fragte Emily knurrend und rannte ins Wohnzimmer. „Emily du musst wissen, dass ich mich wirklich sehr für Dich freue, dass Du endlich eine Freundin gefunden hast und mich würde es freuen, wenn du mir einmal mehr über sie erzählen würdest. Muss aber nicht jetzt sein ich will Dich nicht bedrängen.“ Sagte die Mutter. „Vielleicht erzähl ich dir morgen mehr über sie Mama.“ Antwortete Emily. „Okay!“ antwortete die Mutter. Danach zog sich Emily wieder in ihr Zimmer zurück, und schrieb den Brief an Fairylia.

 

„Liebe Fairylia!

 

Hier kommt ein kleines Briefchen von mir mit einer Frage: Darf ich meiner Mutter mehr von Dir erzählen? Sie hat den Ring gesehen und will jetzt mehr über meine Freundin, also über Dich wissen. Was soll ich sagen oder tun??

 

Liebe Grüße

 

                     Deine Freundin Emily“

 

Danach faltete Emily den Brief sorgfältig, öffnete das Fenster und klatschte dreimal in die Hände. Während dem Klatschen dachte sie an Palomia. Wenig später hörte Emily ein Gurren und Palomia saß am Fensterbrett. „Hallo Palomia! Bitte sei so nett und bring diesen Brief zu meiner Freundin Fairylia.“ Emily streichelte die Taube, gab ihr den Brief und Palomia flog davon.

 

Fairylia döste auf ihrer Blume vor sich hin, als sie plötzlich neben sich ein Flattern hörte. „Oh Palomia! Du bringst Post von Emily stimmt’s?“ Fragte Fairylia lächelnd. Die Taube nickte mit dem Köpfchen und ließ den Brief auf die Wiese fallen. Fairylia nahm den Brief und Palomia blieb noch neben ihr sitzen. Das Täubchen dachte sich wohl: „Es könnte ja sein, dass ich noch mal Post überbringen muss.“ Fairylia las den Brief aufmerksam durch und machte ein nachdenkliches Gesicht. Sie nahm ein Blatt und schrieb Emily noch eine kurze Nachricht:

 

„Liebe Emily!

 

Gleich morgen Früh will ich die Sache mit der Königin klären. Ich weiß das jetzt nämlich selber nicht. Komm bitte morgen zu Mittag wieder zu mir, damit wir unsere Neuigkeiten austauschen können.

 

Liebe Grüße und gute Nacht

 

                       Deine Freundin Fairylia“

 

Dann gab Fairylia der braven Brieftaube Palomia das Blatt und sagte: „Das ist die Antwort an Emily. Bring’s ihr und dann geh schlafen meine Liebe.“ Palomia nickte und flog wieder davon.

 

„Willst Du dich jetzt nicht einmal ausruhen Fairylia?“ fragte Lindenius. „Doch, doch ich werde mich jetzt auch zur Ruhe begeben. Aber mich beschäftigt etwas.“ Antwortete Fairylia. „Was beschäftigt Dich denn?“ fragte Lindenius. „Gleich morgen Früh will und muss ich zur Königin, weil ich etwas abklären muss. Nur, Wer passt auf meine Blume auf?“ „Du kannst es ja per Post aufklären.“ Meinte Lindenius. „Nein, dass mache ich schon lieber persönlich. Außerdem will ich ja auch von der Königin wissen, in wie fern ich mit ihr verwandt bin. Ich muss also wegen 2 Anliegen zur Feenkönigin.“ Antwortete Fairylia. „Na gut wie du meinst. Pass ich halt einstweilen auf Deine Blume auf.“ Sagte Lindenius einwilligend. „Oh danke Lindenius! Du bist der Beste!“ rief Fairylia erleichtert, wünschte dem freundlichen Baumgeist noch eine gute Nacht und legte sich in die Wiese.

 

Als Emily auf dem Sofa in ihrem Zimmer leicht eingenickt war, klopfte es am Fenster. Emily schreckte auf und rannte zum Fenster. „Palomia!“ Rief sie und öffnete das Fenster. Die Brieftaube hielt Emily ein Blatt hin. „Danke Palomia!“ Sagte Emily und nahm das Blatt. Dann wünschte sie dem Brieftäubchen noch eine gute Nacht. Gleich nachdem Palomia davon flog, schloss Emily wieder das Fenster und machte sich zum Schlafengehen fertig. Danach setzte sie sich auf ihr Bett und drehte die Nachttischlampe an. Schließlich wollte sie ja noch Fairylias Nachricht lesen. Nachdem sie die Nachricht fertig gelesen hatte, legte sie das Blatt in eine Lade ihres Nachtkästchens. Dann drehte sie das Licht ab und legte sich hin.

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Die Begegnung mit der Blumenfee – Kapitel 5

 

Am nächsten Morgen wurde Fairylia von Regentropfen geweckt. Ihr erster Gedanke war: „Der Regen tut zwar den Pflanzen gut, aber hoffentlich scheint dann wieder die Sonne, damit Emily zu mir kommen kann.“ Sie zog ihr schönstes Blütenkleidchen an, schwebte zur Linde und sagte: „Guten Morgen Lindenius! Ich fliege jetzt ins Elfen und Feenreich zu Königin Blumfairynia.“ „Guten Morgen Fairylia! Ist in Ordnung dann pass ich einstweilen wie gestern versprochen auf deine Blume auf.“ „Danke Lindenius!“ rief Fairylia und Lindenius öffnete das Tor.

 

Als Fairylia beim Schloss ankam, kam ihr gleich eine Dienerin entgegen. Sie sagte: „Guten Morgen Fräulein Fairylia! Wir haben die Nachricht erhalten, dass sie mit der Königin sprechen wollen.“ „Das ist richtig.“ Erwiderte Fairylia. „Die Königin hat Sie für 10:00 vorgemerkt.“ Erklärte die Dienerin. „Das ist ja erst in 2 Stunden. So ein Mist! Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich nicht so früh aufgestanden!“ Dachte sich Fairylia und gähnte. „Ehrwürdige Dienerin, würden Sie bitte fragen, ob es nicht schon früher geht? Ich bin nämlich extra aus der Menschenwelt hier hergekommen, um etwas Wichtiges zu klären.“ „Ich werde sehen, was ich für Sie tun kann. Setzen Sie sich bitte einstweilen in den Warteraum. Heute ist nämlich auch noch Audienztag und deshalb ist der Terminkalender der Königin recht voll. Also fürs nächste Mal wäre es besser, sie melden sich schon früher an.“ „Okay danke für die Information. Aber diese Frage hat sich erst gestern ergeben.“ Sagte Fairylia und setzte sich auf einen der geblümten Polsterstühle.

 

Mittlerweile war es Neun Uhr geworden. Fairylia hoffte noch immer, dass sie noch vor 10 drankommen würde. Sie rutschte nervös auf dem Stuhl hin und her. Nur 5 Minuten später kam wieder eine Bedienstete der Feenkönigin. „Nun sind sie dran, ehrwürdiges Fräulein Fairylia.“ Sagte sie und nahm Fairylia mit. Fairylia atmete auf und sagte: „Vielen herzlichen Dank, dass Sie sich für mich so eingesetzt haben!“ „Keine Ursache. Das war wohl eine Kollegin von mir.“ Sagte die Dienerin freundlich lächelnd. „Ach ja genau stimmt. Entgegnete Fairylia.

 

Wenige Augenblicke später stand Fairylia vor Königin Blumfairynia. „Guten Morgen Fairylia! Was führt Dich zu mir?“ Fairylia stellte die Frage von Emily, ob Emily ihrer Mutter von der Freundschaft mit einer Blumenfee erzählen darf. „Nun ja, also dadurch, dass Emily den Feen-Freundschaftsring bekommen hat wird sie es der Mutter wohl oder übel irgendwie erzählen müssen. Aber es besteht leider die Gefahr, dass die Mutter sie nicht ernst nimmt.“ „Das ist eben wirklich das Problem.“ Bestätigte Fairylia und fügte dann noch hinzu: „Was sollen wir machen? Wie könnte sie es ihrer Mutter erzählen? Eines ist sicher, durch den Ring kann die Sache auf Dauer nicht geheim bleiben. Emilys Mutter hat gestern schon so gebohrt, wer denn die neue Freundin ist und Emily konnte nicht reden.“ Berichtete Fairylia. „Ach! Ich hätte da ja früher dran denken müssen, dass es wohl besser wäre, den Ring für andere Menschen unsichtbar zu lassen, also das nur Emily ihn sieht und spürt!“ „Kann man das nicht noch nachträglich machen?“ wollte Fairylia wissen. „Auf gar keinen Fall! Das würde dann alles noch komplizierter machen, weil die Mutter dann wieder fragen würde, wo sie den Ring hat. Aus magischer Sicht wäre es zwar schon noch möglich, aber es wäre wie gesagt eher nicht zu empfehlen.“ „Stimmt war eine blöde Idee von mir.“ Sagte Fairylia. „Hast Du ihr von dem einen Feengesetz erzählt Fairylia?“ fragte die Königin. „Welches Gesetz meinst Du?“ fragte Fairylia. „Naja du weißt schon. Wenn jemand an Feen denkt und an sie glaubt, wird eine Fee geboren. Aber wenn jemand an ihnen zweifelt, oder sie gar missachtet kann es passieren, dass eine Fee an gebrochenem Herzen stirbt.“ „Ach so ja stimmt. Nein, davon habe ich ihr noch nichts erzählt.“ Erwiderte Fairylia.

 

Nach einiger Zeit hatten die beiden endlich einen Plan, wie Emily ihrer Mutter von ihrer neuen Freundin erzählen könnte. Fairylia war heilfroh, dass dies endlich geklärt war und bedankte sich bei der Feenkönigin. Als sie gerade gehen wollte, fiel ihr dann aber noch die Verwandtschaftsfrage ein und Fairylia fragte: „In wie fern bin ich nun mit dir verwandt Blumfairynia?“ Die Feenkönigin räusperte sich und sagte: „Meine Liebe das klären wir ein anderes Mal in Ruhe okay? Ich hab heute noch so viel zu tun. Spätestens wenn Du dann im Herbst ins Feenreich kommst reden wir darüber.“ Dann fiel Fairylia noch eine Frage ein: „Wie hast Du Fairylynn bestraft?“ „Sie muss zum Beispiel bei mir im Rosengarten arbeiten und du weißt ja wie scharf und stachelig die Dornen meiner Rosen sind.“ „Ja klar!“ Antwortete Fairylia. Danach verabschiedete sie sich von der Feenkönigin, nahm den Zettel mit dem Plan für Emily und machte sich auf den Heimweg.

 

Es war mittlerweile 11 Uhr geworden und Lindenius wunderte sich, wo Fairylia so lange blieb. „Sie wird sich freuen, weil es aufgehört hat zu regnen und die Sonne scheint.“ Dachte er sich. Dann schaute er auf die Blume neben Fairylia’s Blume und stellte fest, dass diese schon dabei war zu verblühen. Diese Blume gehörte einst Fairylynn. „Was die wohl für eine Strafe bekommen hat? Naja, vielleicht hat Fairylia auch darüber was herausfinden können.“ Sagte sich Lindenius Gedanklich.

 

Nur wenige Minuten später tauchte Fairylia endlich auf. „Juhuuuu!!! Die Sonne scheint wieder!“ rief sie erfreut aus und flog zu ihrer Blume. „Ja hallo meine Liebe! Alles geklärt?“ Wollte Lindenius wissen. „Hallo Lindenius! Ja, zumindest das wichtigste ist geklärt. Danke nochmals fürs Aufpassen.“ „Bitte gerne. Es war und ist alles in Ordnung. Ach ja, Fairylynn’s Blume verblüht schon. Hast Du etwas bezüglich Fairylynn’s Bestrafung herausfinden können? Fragte Lindenius. „Ja, sie muss bei der Königin allerhand Dienste verrichten zum Beispiel im königlichen Rosengarten arbeiten.“ Antwortete Fairylia. „Tja, geschieht ihr ganz recht!“ sagte Lindenius. Fairylia nickte. Nach diesem Gespräch gingen beide wieder ihrer Arbeit nach.

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Die Begegnung mit der Blumenfee – Kapitel 6

 

Emily freute sich darüber, dass es aufgehört hatte zu regnen. Sie war schon so gespannt, welchen Plan Fairylia und die Feenkönigin für sie ausgearbeitet hatten.

 

Fairylia wartete, und wartete. „Wann kommt Emily endlich?“ fragte sie sich in Gedanken. Dann hörte sie endlich Emilys Schritte. „Hallo Emily! Ich habe mit der Feenkönigin einen Plan für Dich ausgearbeitet, wie Du Deiner Mutter von uns erzählen kannst.“ Beruhigt atmete Emily auf und antwortete: „Super! Danke Fairylia.“ Das Mädchen setzte sich gleich neben der Blume in die Wiese. „Nun bin ich aber gespannt, Fairylia.“ Sagte Emily. „Also: Hier ist alles aufgeschrieben Emily.“ Erwiderte Fairylia und drückte ihr das Blatt in die Hand. Aufmerksam las Emily sich den Plan durch und antwortete: „Ja, okay das könnte klappen. Ich werde heute Abend gleich mit meiner Mutter reden.“ „Sehr gut! Und dann schickst Du mir eine Nachricht, ob es gut gelaufen ist.“ „Ja, mach ich Fairylia. Aber mich würde noch etwas anderes interessieren.“ „Was denn Emily?“ Fragte Fairylia. „Kann ich durch den Ring, der ja eine Verbindung zwischen dem Feenreich und mir darstellt auch ins Feenreich gelangen?“ „Puh! Du stellst Fragen Emily! Diesbezüglich werde ich zuerst einmal Lindenius, den guten alten Baumgeist fragen. Ich will nicht immer gleich die Königin belästigen. Die hat sowieso eine Menge zu tun.“ Erwiderte Fairylia seufzend. „Na gut. Dann tauschen wir uns wieder aus, wenn es Neuigkeiten gibt.“ Antwortete Emily.

 

Plötzlich schoben sich wieder Wolken vor die Sonne und Fairylia sagte: „Oh ich glaube es beginnt bald wieder zu regnen. Du solltest besser nach Hause gehen Emily.“ „Einerseits hast Du recht weil ich erstens nicht nass werden will, und zweitens muss ich mich auf das Gespräch mit meiner Mutter vorbereiten. Aber andererseits will ich noch gar nicht nach Hause.“ Antwortete Emily. Erst als Emily und Fairylia die ersten Regentropfen spüren, verabschiedete sich Emily von Fairylia und machte sich mit dem Plan in der Hand auf den Heimweg.

 

Emily kam noch vor dem großen Regen zuhause an. Sie war alleine daheim. Die Mutter war in der Arbeit. Emily nutzte die Zeit in der sie alleine war, um das Gespräch einzustudieren.

 

Es war wieder Abend geworden. Die Luft war durch den Regen kühl und frisch. Weil die Mutter noch nicht heimgekommen war, stattete Emily ihrer Freundin Fairylia noch einen kurzen Besuch ab und erzählte ihr nun, wie der Ablauf des Gesprächs genau sein würde. „Gut Emily. Danke, dass Du noch mal gekommen bist.“ Sagte Fairylia erfreut. „Bitte gerne Fairylia. Ich muss jetzt aber sowieso wieder nach Hause. Sie müsste jeden Augenblick nach Hause kommen.“ Sagte Emily und ging.

 

Als Emily zuhause ankam, war die Mutter schon da. Sie sagte: „Hallo Emily. Wo warst Du denn? Bei Deiner Freundin?“ Emily nickte. „Willst Du mir heute erzählen, wer sie ist?“ wollte die Mutter wissen. „Ja Mama, heute will ich dir gerne von ihr erzählen.“ Erwiderte Emily. „Also dann, leg gleich los.“ Sagte die Mutter neugierig. „Meine Freundin heißt Fairylia und sie ist eine Fee, eine Blumenfee.“ „Ach so, eine imaginäre Freundin, die Du erfunden hast Emily? Wo treibst du dich dann immer so herum?“ „Sie ist nicht von mir erfunden Mama!“ sagte Emily und streckte der Mutter den Finger mit dem Ring entgegen. „Ach so ja, der Ring!“ erinnerte sich die Mutter. Dann erzählte Emily alles von Anfang an. Als Emily alles erzählt hatte, fragte die Mutter: „Aber Feen gibt es doch nur im Märchen.“ Nun musste Emily die Schutzengeltaktik anwenden, die im Plan beschrieben war, um ihre Mutter davon zu überzeugen, dass Feen nicht nur im Märchen existieren. Sie fragte: „Mama, glaubst Du an Schutzengel?“ „Ja, jeder von uns hat einen.“ Antwortete die Mutter. „Eben, also auch die Pflanzen. Sie sind ja auch Lebewesen.“ „Du meinst also, Feen sind die Schutzengel der Blumen?“ Fragte die Mutter. „Ja, zum Beispiel.“ Sagte Emily. Dann fügte sie noch hinzu: „Und Mama, akzeptierst Du jetzt, dass ich eine Fee als Freundin habe?“ Die Mutter nickte und antwortete: „Du musst mein Verhalten von vorhin entschuldigen. Es war ein Fehler zu denken, dass es sich bei deiner Freundin um eine Fantasiefreundin handelt.“ „Ach Mama ich bin dir nicht böse. Weißt Du, ihr Erwachsenen habt es nur leider verlernt, mit Feen und anderen Wesen zu reden.“ „Glaubst Du Emily, dass ich das wieder lernen könnte?“ fragte die Mutter. „Hm da muss ich Fairylia fragen Mama.“ Sagte Emily und räusperte sich. „Ja bitte mach das Emily. Das würde mich sehr interessieren.“ Antwortete die Mutter.

 

Emily war froh, dass dieses Gespräch so gut ging. Gleich nach dem Abendessen schrieb sie Fairylia und erzählte ihr in der Nachricht die erfreuliche Neuigkeit.

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Die Begegnung mit der Blumenfee – Kapitel 7

 

Emily schrieb:

 

„Liebe Fairylia!

 

Das Gespräch mit Mama ist gut gegangen. Zuerst hat sie zwar gedacht, dass Du eine imaginäre Freundin bist, die ich erfunden haben soll. Aber dann habe ich ihr den Finger mit dem Ring hingestreckt. Als nächstes meinte sie, dass es Feen nur im Märchen gibt und ich habe gleich die Schutzengeltaktik angewandt, also sie gefragt, ob sie an Schutzengel glaubt, usw. Ich konnte sie dazu bringen, dass sie dich als meine Freundin akzeptiert. Sie hat die Frage gestellt, ob sie auch lernen kann, mit Feen und anderen Wesen zu reden. Weißt Du darauf eine Antwort?

 

Liebe Grüße und gute Nacht

 

                         Deine Emily“

 

Dann öffnete Emily ein Fenster und klatschte dreimal in die Hände. Nur wenige Augenblicke später kam Palomia hereingeflogen. „Hallo Palomia! Bring diesen Brief bitte meiner Freundin Fairylia. Danke!“ sagte Emily, streichelt die Taube und diese nahm ihr behutsam den Brief aus der Hand. Dann flog Palomia mit dem Brief im Schnabel wieder davon.

 

Fairylia schaukelte gerade auf ihrer Blume, als Palomia gurrend neben ihr landete. „Oh hallo Palomia! Zeig mal her, was Du da schönes für mich hast.“ Sagte Fairylia lächelnd. Fairylia las sich Emilys Brief durch und dachte sich: „Puh! Jetzt hab ich gleich 2 Fragen für Emily, und ihre Mutter zu klären.“ Zur Erinnerung: Die erste Frage war ja von Emily, ob sie durch den Ring auch irgendwie ins Elfen und Feenreich gelangen könnte. Fairylia schrieb zurück:

 

„Liebe Emily!

 

Morgen versuche ich Deine Frage und die Frage deiner Mutter zu klären und darauf Antworten zu finden. Ich hoffe, dass ich Dir morgen schon mehr sagen kann.

 

Ich wünsche Dir auch eine gute Nacht und sende Dir liebe Feengrüße

 

                         Deine Fairylia“

 

Fairylia gab der Brieftaube das Blatt und bat sie darum, es zu Emily zu bringen. Fairylia selbst wollte noch nachsehen, ob Lindenius noch wach war. Sobald Palomia weg war, machte sie sich auf den Weg zur Linde.

 

„Guten Abend Lindenius! Bist Du noch wach? Darf ich kurz mit Dir reden?“ fragte Fairylia. „Guten Abend Fairylia! Was gibt’s denn?“ fragte Lindenius. „Nun ja, ich habe da Zwei Fragen und vielleicht weißt Du ja auch die Antworten, dann müsste ich nämlich nicht schon wieder die Königin belästigen. Die erste Frage ist von Emily, und die Zweite Frage ist von ihrer Mutter.“ „Tja, dann stell mal die Fragen und ich werde dann schon sehen, ob ich helfen kann oder nicht.“ Erwiderte Lindenius. „Okay, die Erste Frage lautet: Kann Emily mit Hilfe des Rings, der wie du sicher weißt eine Verbindung zum Feenreich darstellt auch irgendwie ins Feenreich gelangen?“ Lindenius kratzte sich nachdenklich am Kopf und sagte: „Puh, ich weiß zwar viel, aber auch nicht alles. Diese Frage kann ich jetzt auch nicht direkt beantworten. Sie müsste es halt mal probieren. Kann Emily Dich eigentlich nur hören, oder auch sehen und fühlen?“ fragte er. „Ob sie mich sehen oder fühlen kann muss ich sie selbst einmal fragen. Warum fragst Du? Wollte Fairylia wissen. „Na ja normalerweise, wenn man Feen sieht, kann man auch das Tor zum Elfen und Feenreich erkennen deswegen meine Frage.“ „Ich werde Emily morgen fragen Lindenius. Antwortete Fairylia. „Gut Fairylia. Und wie lautet die zweite Frage?“ „Kann Emilys Mutter als erwachsene Frau auch wieder lernen mit Feen zu reden?“ fragte Fairylia. „Auweia! Diese Frage musst Du wirklich der Königin stellen. Diese Frage kann ich Dir, bzw. Euch leider nicht beantworten Fairylia.“ Fairylia erwiderte seufzend: „Okay dann muss ich der Feenkönigin heute noch einen Brief schreiben, ob, und wann sie morgen für mich Zeit hat.“ „Okay Fairylia. Sei mir nicht böse aber ich werde mich jetzt zur Ruhe begeben. Ich bin heute schon lange auf und ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste.“ Sagte Lindenius lachend. „Kein Problem. Gute Nacht Lindenius.“ Antwortete Fairylia und schwebte wieder zu ihrer Blume.

 

Palomia saß noch bei der Blume. Sie spürte, dass sie heute noch Post überbringen musste. „Braves Täubchen! Hast auf meine Blume aufgepasst gell?“ sagt Fairylia und streichelte der Taube über den Kopf. Danach begann sie mit dem Brief an die Feenkönigin.

 

„Liebe Blumfairynia!

 

Ich wollte fragen, ob, und wann Du morgen noch mal für mich Zeit hast? Es sind nämlich weitere Fragen aufgetaucht, die ich gerne klären möchte. Ich wollte Dich eigentlich nicht belästigen und habe Lindenius zuerst gefragt, aber der konnte mir leider auch nicht wirklich Antworten geben.

 

Lichtvolle Feengrüße

 

                         Fairylia

 

Nachdem Fairylia Palomia mit der Nachricht an die Königin weggeschickt hatte, war sie auf einmal so müde, dass sie kaum mehr ihre Augen offen halten konnte. Fairylia legte sich in die Wiese und schlief sofort ein.

 

Nach einiger Zeit kam Palomia mit einer Nachricht von der Feenkönigin zurück. Sie bemerkte, dass Fairylia eingeschlafen war und legte den Brief neben sie hin. Danach begab sie sich selbst zur Ruhe.

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Die Begegnung mit der Blumenfee – Kapitel 8

 

Emily war gerade wach geworden, als die Mutter in der Früh ins Kinderzimmer kam. Die Mutter sah, dass Emily das Fenster offen hatte. „Guten Morgen Emily. Warum hast du denn über Nacht das Fenster offen gelassen?“ Wollte die Mutter wissen. „Guten Morgen Mama. Upps! Hab ich vergessen zuzumachen. Bin auf meinem Sofa eingeschlafen. Außerdem habe ich noch eine Nachricht von Fairylia erwartet.“ Erwiderte Emily und gähnte. „Und wer bringt dir diese Nachrichten?“ fragte die Mutter weiter. „Eine Brieftaube. Meistens Palomia.“ Antwortete Emily. „Okay Emily, ich muss jetzt zur Arbeit. Sei schön brav ja? Und grüß Fairylia von mir, unbekannterweise.“ Sagte die Mutter. Dann fügte sie noch hinzu: „Du weißt doch, jetzt ist die letzte Ferienwoche. Brauchst Du noch etwas für die Schule? Schreib am Besten eine Liste mit den Sachen, die Du brauchst.“ „Okay Mama, mach ich.“ Antwortete Emily. „Frühstück ist für Dich am Küchentisch hergerichtet.“ Sagte die Mutter. „Danke Mama.“ Antwortete Emily. Danach gab ihr die Mutter einen Kuss und ging hinaus.

 

Als Fairylia aufwachte, sah sie den Brief von Königin Blumfairynia neben sich liegen. Schnurstracks richtete sie sich auf, öffnete den Brief und las:

 

„Liebe Fairylia!

 

Du könntest heute um 11 Uhr Vormittags zu mir kommen. Ich erwarte Dich in meinen privaten Gemächern.

 

Liebe Grüße

 

                        Blumfairynia“

 

Gleich danach schrieb Fairylia an Emily eine Nachricht.

 

„Liebe Emily!

 

Heute bin ich um 11 Uhr bei der Königin, um die 2 Fragen beantwortet zu bekommen. Ich schicke Dir eine Nachricht, wenn ich wieder da bin.

 

Liebe Feengrüße

 

                    Fairylia“

 

Dann rief Fairylia Palomia herbei. „Guten Morgen Palomia. Flieg zu Emily und bringe ihr bitte diese Nachricht. Danke!“ Sogleich machte sich Palomia mit dem Brief auf den Weg.

 

Als die Mutter weg war, öffnete Emily wieder das Fenster. Es war ein wunderschöner Sommertag. Am Himmel war keine einzige Wolke zu sehen. Plötzlich kam Palomia gurrend hereingeflattert. „Guten Morgen, hallo Palomia! Bringst Du Post von Fairylia?“ fragte Emily. Palomia ließ den Zettel mit Fairylia’s Nachricht auf den Boden fallen. Emily hob das Blatt auf und sagte: „Danke Palomia.“ Dann flog Palomia wieder hinaus und Emily kippte das Fenster. Danach setzte sie sich hin und las was auf dem Zettel stand.

 

Plötzlich fiel Fairylia ein, dass sie vergessen hatte, eine Frage an Emily zu stellen. Es handelte sich um die Frage, ob Emily Fairylia nur hören, oder auch sehen und fühlen konnte. Sofort nahm sie einen Zettel und schrieb die Frage auf. Die Königin könnte ja die selbe Frage stellen und da wäre es gut, wenn Fairylia schon eine Antwort parat hätte. Nachdem sie fertig geschrieben hatte, rief sie abermals nach Palomia und diese kam sogleich. „Entschuldige mein braves Täubchen! Kannst Du das bitte auch noch zu Emily bringen? Es ist sehr wichtig.“ Vorsichtig nahm Palomia mit dem Schnabel den Zettel aus Fairylia’s Hand und flog weg.

 

Plötzlich hörte Emily ein Klopfen am Fenster. Sofort lief sie hin und öffnete es. Palomia flog herein und hielt ihr den Zettel hin. Die Taube blieb am Fensterbrett sitzen, falls Emily eine Nachricht für sie hätte. Emily las:

 

„Hallo Emily!

 

Ich hätte da eine Frage: Kannst Du mich eigentlich nur hören, oder auch sehen? Das würde mich sehr interessieren und außerdem könnte es sein, dass die Königin mir diese Frage stellt. Schreib bitte so schnell wie möglich zurück!

 

                         Deine Fairylia“

 

Emily sah eigentlich immer nur die Blume, und nicht die Fee, die darauf sitzt. Darum schrieb sie:

 

„Hallo und guten Morgen liebe Fairylia!

 

Ich kann Dich nicht sehen oder fühlen. Ich sehe nur die Blume. Es ist für mich so, als wie wenn die Blume mit mir reden würde. Deswegen habe ich mich am Anfang, als wir uns kennenlernten so erschreckt. Aber vielleicht gibt es eine Möglichkeit, dass ich nicht nur die Blume, sondern auch Dich sehen kann?

 

Bis später

 

                    Deine Emily

PS.: Schöne Grüße von meiner Mutter unbekannterweise.“

 

Emily gab der braven Brieftaube Palomia den Brief und sagte: „Flieg davon, liebe kleine Brieftaube Palomia. Bring diese Nachricht zu Fairylia! Danke.“ Schnell nahm Palomia Emily das Blatt aus der Hand und flog davon. Emily war schon sehr gespannt, was Fairylia später zu berichten hätte.

 

Palomia kam bei Fairylia an und Fairylia las sich schleunigst Emilys Antwort durch. „Ach so ist das also.“ Sagte sich Fairylia. „Dann muss ich das auch noch mit der Königin klären. Ich muss eh schon los.“ So murmelte Fairylia gedanklich vor sich hin und schwebte zur Linde. „Lindenius öffne mir bitte das Tor. Ich hab um 11 einen Termin bei Königin Blumfairynia.“ Sagte Fairylia. Lindenius öffnete das Tor und Fairylia flog hindurch. Sie war früh genug losgeflogen und konnte langsam und gemütlich fliegen. Lindenius erklärte sich wieder bereit, auf die Blume aufzupassen.

 

Um 10 vor 11 kam Fairylia beim königlichen Schloss an. Sogleich wurde sie von einer Dienerin zur Feenkönigin in die privaten Gemächer gebracht. Fairylia begrüßte die Königin und die Königin antwortete: „Hallo Fairylia! Schön das du da bist! Ich habe mir heute mal frei genommen und deswegen habe ich dich in meine Privatgemächer eingeladen.“ Fairylia durfte gegenüber der Königin auf einem Stuhl Platznehmen. Königin Blumfairynia war schon gespannt, was Fairylia diesmal wissen wollte. Heute wollte sie der Blumenfee auf jeden Fall auch erzählen, was für ein Verwandtschaftsgrad zwischen ihr und der Blumenfee Fairylia bestand.

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Die Begegnung mit der Blumenfee – Kapitel 9

 

„Nun leg los Fairylia!“ sagte die Feenkönigin. „Okay. Es gibt 2, bzw. 3 Fragen zu klären.“ Antwortete Fairylia. „Und die wären?“ fragte Königin Blumfairynia. „Also, die erste Frage kommt von Emily. Sie will wissen, ob sie auch auf irgendeine Art und Weise ins Reich der Elfen und Feen gelangen kann?“ „Hier muss ich mit einer Gegenfrage antworten: Sieht und fühlt sie Dich, oder kann Emily Dich nur hören?“ Fairylia hatte Emilys Nachricht mitgenommen und zeigte sie der Feenkönigin. Dann sagte Fairylia: „In der Nachricht ist eben auch eine Frage enthalten.“ „Nun ja, es gibt eine Möglichkeit, Emily zu helfen, dass sie uns, insbesondere Dich sieht und fühlt Fairylia.“ Meinte die Feenkönigin. „Und die wäre?“ wollte Fairylia wissen. „Es gibt da einen Zaubertrank bestehend aus Einhornstutenmilch, Feenstaub und Tautropfen von einer Blume.“ „Okay ich verstehe das so, wenn Emily mich sehen und wahrnehmen kann, sieht sie auch das Tor zum Feenreich?“ fragte Fairylia noch etwas unsicher. „Genau, Du hast es erfasst. Ich werde dann gleich den Zaubertrank für Deine Freundin mixen. Wenn die Feenkönigin, also ich das mache, wirkt der Trank stärker.“ Sagte die Königin. „Danke Blumfairynia.“ Sagte Fairylia begeistert.

 

Fairylia begleitete die Königin in die Stallungen, in denen sich auch Einhörner befanden. Eine Einhornstute war gerade mit ihrem Fohlen beschäftigt. Es handelte sich um die Einhornstute Lunalia und ihr Fohlen Sunny. Vorsichtig näherte sich Königin Blumfairynia der Stute. Sie streichelte ihr sanft über den Rücken und sagte: „Guten Morgen, meine Liebe Lunalia. Wie geht es Dir und Deinem Einhornfohlen heute?“ „Danke gut Majestät.“ Erwiderte Lunalia wihernt. Dann fügte sie noch hinzu: „Was führt Sie und die kleine Blumenfee zu mir?“ Fairylia und Königin Blumfairynia erklärten der Einhornstute alles. Lunalia willigte ein und war bereit, etwas von ihrer kostbaren Milch für den Zaubertrank der Königin zu geben. Das Einhornfohlen Sunny war allerdings nicht einverstanden. Vielleicht dachte es, es würde dann nicht mehr genug zu trinken bekommen. Mit seinem kleinen Horn stuppste es die Königin immer wieder an, so als wollte es sagen: „Husch! Geh weg da und lass meine Mama in Ruhe! Die Milch ist für mich!“ „Hör auf jetzt Sunny!“ sagte Lunalia. „Fairylia, Du könntest Dich ja mit dem Einhornfohlen Sunny einstweilen beschäftigen. Geh raus auf die Wiese und spiel mit Sunny. Du kannst das Einhorn ja auch ein Bisschen mit frischem Gras füttern.“ Sagte die Feenkönigin. „Okay Blumfairynia.“ antwortete Fairylia und rief: „Komm Sunny!“ Die Einhornstute stuppste ihr Fohlen leicht in Fairylias Richtung und sagte: „Geh schön mit und sei brav Sunny.“ Etwas widerwillig trabte Sunny hinter Fairylia her aus dem Stall.

 

Fairylia war mit Sunny auf der großen Wiese angekommen und setzte sich ins Gras. Sunny stuppste Fairylia auch immer wieder und plötzlich reichte es der Blumenfee. Sie sagte: „Wirst Du wohl aufhören, Du kleines ungezogenes Einhorn! Weißt Du etwa nicht, wo wir uns hier befinden? Auf königlichem Gelände! Und ein königliches Einhornfohlen muss sich benehmen und brav sein! Ist das klar?!“ Sunny sänkte den Kopf und fraß seelenruhig frisches Gras. „So ist’s brav Sunny!“ lobte Fairylia und streichelte das Einhornfohlen.

 

Etwas später kam Königin Blumfairynia mit der Einhornstutenmilch aus dem Stall und sagte zu Fairylia: „So, die Milch habe ich. Bring Einhornfohlen Sunny bitte wieder in den Stall zu Lunalia zurück und bedanke Dich auch bei ihr Für die Milch.“ „Ja mach ich. Sagte Fairylia, wandte sich Sunny zu und sagte lächelnd: „Sunny komm, jetzt gehen wir wieder zur Mama. Jetzt hast Du sie wieder für Dich alleine.“ Diesmal hüpfte Einhornfohlen Sunny fröhlich hinter Fairylia her in den Stall hinein. Fairylia bedankte sich bei Lunalia und brachte ihr Sunny zurück. Dann verabschiedete sie sich und verließ die königlichen Stallungen.

 

Wenige Minuten später befanden sich die Feenkönigin und Fairylia wieder in den Gemächern der Königin. „So, Fairylia jetzt kannst Du auch etwas zum Zaubertrank beitragen.“ Sagte Königin Blumfairynia. „Was denn?“ Wollte Fairylia wissen. „Du kannst den Feenstaub beisteuern.“ Erwiderte die Königin. „Okay, wie viel brauchst Du?“ fragte Fairylia. „Na ja so eine Prise.“ Meinte die Königin. Fairylia sprühte eine Prise Feenstaub in ein kleines Schälchen. „Danke Fairylia. Nun rufen wir die Fee Blumentau. Die sammelt Tautropfen und wird uns sicher welche geben.“ Sagte die Königin. Sie ließ die Fee Blumentau rufen und diese kam auch bald darauf. Die Königin und Fairylia bekamen die nötige Anzahl an Tautropfen und Königin Blumfairynia schwebte mit allen Zutaten in das Zimmer, indem sie all ihre magischen Tränke mixte.

 

Nach einer Weile war der Zaubertrank aus Einhornstutenmilch, Feenstaub und Tautropfen fertig und die Königin füllte ihn in ein Fläschchen. Danach kehrte sie wieder zu Fairylia zurück und gab ihr das Fläschen. „Diesen Trank muss Emily heute noch ganz austrinken Fairylia. Bitte sorge dafür. Der Zaubertrank ist sehr kraftvoll und durch den Feen-Freundschaftsring den sie trägt wird die Wirkung noch verstärkt.“ Sagte Königin Blumfairynia. „Oh danke Blumfairynia!“ erwiderte Fairylia erfreut.

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Die Begegnung mit der Blumenfee – Kapitel 10

 

„Was willst Du noch wissen Fairylia?“ fragte die Feenkönigin. „Die nächste Frage kommt von Emilys Mutter. Sie will wissen, ob sie als erwachsene Frau wieder lernen kann, mit uns Feen zu reden?“ „Grundsätzlich gibt es dafür nur eine Vorraussetzung, nämlich, der Glaube an uns. Es ist auch ein Vorteil, wenn das innere Kind im erwachsenen Menschen noch sehr ausgeprägt ist.“ „Also sie braucht Glaube und Kindlichkeit.“ „Genau!“ „Okay, werde ich Emily mitteilen. Vielen Dank, liebe Blumfairynia.“

 

Eine Frage brannte Fairylia allerdings noch auf der Seele und sie fügt hinzu: „Aber eine Frage ist bis jetzt immer noch nicht geklärt, die Verwandtschaftsfrage.“ Königin Blumfairynia atmete tief durch und antwortete: „Tja, meine liebe Fairylia! Kannst Du Dich überhaupt noch an Deine Mutter erinnern?“ „Holly Holunderblüte war doch meine Mutter oder etwa nicht?“ fragte Fairylia verdutzt. „Nein Fairylia, Holly Holunderblüte ist nicht Deine Mutter. Du wurdest nur von ihr entführt, und sie hat Dir nur vorgespielt, dass sie Deine Mutter ist.“ „Ich erinnere mich noch, dass sie mich gezwungen hat, mit ihr auf die schwarze Seite zu wechseln aber ich wollte das nicht. Ich will und wollte nie etwas mit dem Reich der bösen Mächte zu tun haben. Eines Abends brachte sie mich so wie üblich in mein Blütenbettchen und am nächsten Morgen war sie weg. Das einzige, was ich vorfand war ein Zettel auf dem stand: „Bin auf der dunklen Seite. Wenn Du willst komm nach, ansonsten musst du sehen, wie Du zurecht kommst. Von diesem Zeitpunkt an hatte ich schon einen Verdacht, dass da etwas nicht stimmt.“ Ich musste also schon sehr früh selbstständig werden.“ Erzählte Fairylia. Dann sagte sie: „Blumfairynia, nun sag mir bitte, wer meine richtige Mutter ist!“ Dann brach es aus der Königin heraus: „Du bist meine Tochter Fairylia! Ich bin Deine Mutter! Sie hat dich damals, als Du ein Baby warst aus dem Schloss entführt. Du darfst „Mama“, Mutter“ oder „Mutti“ zu mir sagen.“ „Du bist meine Mutter? Warum bin ich aus dem Schloss entführt worden? Und wieso bist Du erst vor kurzem draufgekommen, dass ich mit Dir verwandt bin? Irgendwie verstehe ich das alles nicht!“ erwiderte Fairylia. „Ich hatte vor ein paar Tagen in einer Nacht in einem Traum die Vision, dass die Fairylia, die immer wegen Emily zu mir kommt meine Tochter ist, die als Baby entführt wurde. Das Problem ist, der Name Fairylia ist im Feenreich so weit verbreitet und kommt so oft vor. Gleich am Nächsten Morgen betrachtete ich zuerst das Bild, wo Du noch als Baby drauf bist, und dann das Bild sowie du jetzt aussiehst und da wusste ich, die Vision beinhaltet die Wahrheit. Zur Sicherheit fragte ich dann auch noch mein Orakel und dieses bestätigte mir ebenfalls, dass die Vision wahr ist. Du bist meine Tochter Fairylia! Du bist Prinzessin Fairylia! Warum sie Dich entführt hat weiß ich nicht Fairylia.“ Die Königin und Fairylia umarmten sich und Fairylia blickte der Feenkönigin ganz tief in die Augen. Fairylia erkannte, dass Königin Blumfairynia die Wahrheit sprach und weinte vor Freude.

 

„So, nun muss ich aber wieder zurück in die Menschenwelt zu meiner Blume. Und mit Emily will ich mich ja heute auch noch treffen.“ Sagte Fairylia. „Okay mein Kind. Du kannst mich jetzt jederzeit besuchen kommen und musst Dich nicht mehr vorher anmelden. Du bist ja meine geliebte Tochter!“ erwiderte Königin Blumfairynia und nach der Verabschiedung entließ sie Fairylia. Diese wurde wieder von einer Dienerin bis vor das Schloss gebracht. Sofort schwebte Fairylia davon.

 

Als Fairylia in der Zwischenwelt ankam, schaut sie sich die Schriften an den Türen an. Auf einer Tür stand in schwarzen Buchstaben: „Reich der dunklen Mächte“ Sie schreckte zurück und schwebte zum Tor auf dem „Menschenwelt“ steht. Nur wenige Augenblicke später befand sich Fairylia wieder bei Lindenius und bei ihrer Blume. Sofort erzählte Fairylia dem Baumgeist all ihre Erlebnisse. Als Lindenius hörte, dass Fairylia die Tochter der Feenkönigin war sagte er: „Also bist Du’s doch! Ich habe mir das schon gedacht, aber ich war mir nicht sicher.“ Nach dem Gespräch mit Lindenius schrieb Fairylia an Emily eine Nachricht.

 

„Liebe Emily!

 

Ich bin wieder da und Du kannst kommen. Komm so schnell wie möglich, denn es gibt viel zu erzählen.

 

                        Deine Fairylia“

 

Dann rief Fairylia Palomia herbei und übergab ihr die Nachricht.

 

Emily schrieb gerade eine Schulsachenliste. Sie lernte schon in der Vorschule schreiben und lesen. Emily war für ihr Alter schon sehr weit entwickelt. Plötzlich hörte sie ein zartes Klopfen am Fenster. „Endlich!“ rief Emily seufzend aus. Sie hatte sich schon gefragt, wann endlich eine Nachricht von Fairylia kommen würde. Emily öffnete das Fenster und ließ die Taube herein. „Danke Palomia.“ Sagte Emily und nahm das Blatt aus dem Schnabel. Dann setzte sie sich schnell hin und las die Nachricht. Emily war hin und hergerissen. Einerseits wollte sie noch die Liste fertig bekommen, aber andererseits war Emily schon so neugierig, was Fairylia wohl zu berichten hatte. Emily entschied sich dafür, die letzten paar Sachen noch auf die Liste zu schreiben und dann zu Fairylia zu gehen. Darum nahm sie geschwind einen kleinen Zettel und schrieb:

 

„Liebe Fairylia!

 

Ich komme gleich zu Dir. Will nur noch die Schulsachenliste fertig machen. Ich bin schon sehr neugierig, was Du mir zu berichten hast.

 

Liebe Grüße

 

                    Deine Emily“

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Die Begegnung mit der Blumenfee – Kapitel 11

 

Während Emily die Nachricht an Fairylia schrieb, wartete Palomia geduldig. Als Emily fertig war sagte sie: „So, hier Palomia.“ und gab der Brieftaube das Blatt. Schnurstracks flog Palomia wieder aus dem Fenster in Richtung Blumenwiese.

 

„Endlich ist die Liste fertig!“ seufzte Emily. Schnell zog sie ihre Schuhe an und verließ das Haus. Während Emily mit schnellen Schritten zu Fairylia lief dachte sie sich: „Oh ich wünschte, ich könnte auch fliegen, wie eine Elfe oder Fee. Dann wäre ich viel schneller bei Fairylia.“ Fairylia sah Emily schon kommen. Sie konnte es kaum noch erwarten, bis Emily bei ihr und ihrer Blume ankam.

 

Nach der herzlichen Begrüßung fragte Emily: „Also, was gibt’s zu berichten Fairylia?“ „Deine bzw. Eure Fragen sind geklärt Emily. Du bekommst jetzt einen Zaubertrank, den Du heute ganz austrinken musst. „Was bewirkt dieser Zaubertrank?“ „Der Trank bewirkt, dass Du uns Feen sehen und fühlen kannst. Wenn Du Feen und Elfen sehen kannst, wirst du höchstwahrscheinlich auch das Tor zum Reich der Elfen und Feen sehen Emily.“ „Cool! Und aus was besteht dieser Zaubertrank?“ „Aus Einhornstutenmilch, einer Prise Feenstaub, den ich beigesteuert habe und aus Tautropfen.“ Nach diesen Worten gab Fairylia ihrer Freundin Emily das Fläschchen. Emily schraubte gleich darauf das Fläschchen auf und roch erstmal daran. „Riecht interessant, aber gut.“ Dachte sich Emily. Dann sah sich Emily um und sah auf einer Blume einen schmetterling sitzen. Während Emily den Schmetterling auf der Blume betrachtete, trank sie den Zaubertrank. Er schmeckte süß und bekömmlich.

 

„Ich hab ausgetrunken Fairylia.“ Sagte Emily. „Und kannst Du mich schon sehen?“ fragte Fairylia gespannt und schaukelte auf ihrer Blume etwas nervös hin und her. Emily schaute zur Blume und siehe da, sie konnte Fairylias Gestalt erkennen. Es ist eine kleine zierliche Fee. Sie hatte ein Kleidchen aus Blüten an, einen kleinen Blumenkranz am Kopf und zarte glitzernde Flügelchen. „Ja! Ich kann Dich sehen! Und ich kann mit meinen Händen fühlen, wie Du aussiehst und auf der Blume sitzt!“ Emily umarmte Fairylia ganz vorsichtig. Sie wirkte so zerbrechlich. „Juhu! Du kannst mich sehen und fühlen Emily!“ jubelte Fairylia. „Ja, ich finde das auch total super!“ freute sich Emily und wandte sich wieder der Blume mit dem Schmetterling zu. Doch statt dem Schmetterling sah Emily ebenfalls eine kleine Fee. „Fairylia, schau mal! „Ich weiß Emily. Dies ist eine Schmetterlingsfee.“ Erklärte Fairylia. „Und wieso sitzt sie dann auf einer Blume?“ will Emily wissen. „Weil die Schmetterlingsfeen Blumen und ihren Nektar auch sehr gerne haben Emily.“ Antwortete Fairylia. Dann fügte sie hinzu: „So, nun wollen wir zur Linde gehen um zu testen, ob Du das Tor zur Feenwelt sehen kannst.“ „Oh ja Fairylia! Das würde mich jetzt auch interessieren!“ rief Emily und hüpfte vor Freude. „Dann wirst Du auch den netten Baumgeist Lindenius kennenlernen.“ „Das freut mich.“ Antwortete Emily und beide näherten sich dem großen Lindenbaum. Emily war sehr aufgeregt.

 

„Guten Tag Lindenius! Heute will ich Dir meine Freundin Emily vorstellen.“ Sagte Fairylia. „Oh! Sehr erfreut.“ Sagte Lindenius und Emily sah, wie ein Ast des Baumes sich in ihre Richtung streckte. Der Ast sah aus wie eine Hand. Emily begrüßte den Baumgeist freundlich. „Emily, jetzt geh einmal um den Baum herum und schau, ob Du irgendwo ein Tor erblicken kannst.“ Sagte Fairylia. Emily tat wie ihr geheißen und begann den Baum zu umrunden. Plötzlich rief sie: „Ja Fairylia und Lindenius! Ich kann es sehen, dass Tor!“ „Das ist ja super!“ rief Fairylia. „Gehen und fliegen wir durch das Tor? Bitte Fairylia!“ bettelte Emily. „Nein Emily heute nicht, aber eventuell morgen. Heute muss ich Dir ja noch ein paar Dinge mehr erzählen.“ Antwortete Fairylia. „Ach ja okay.“ Willigte Emily ein und beide kehrten zurück zu Fairylias Blume.

 

„Was berichtest Du mir als nächstes?“ „Die Frage von Deiner Mutter, ob sie als erwachsene mit uns Feen reden kann wurde von der Feenkönigin folgendermaßen beantwortet: Deine Mutter braucht einerseits den Glauben an uns, und andererseits meinte die Königin ist Kindlichkeit, also das innere Kind dabei auch eine große Hilfe.“ „Was bedeutet inneres Kind?“ „Das Innere Kind ist dann noch ausgeprägt wenn ein erwachsener Mensch sowohl erwachsen als auch kindlich sein kann.“ „Ich werde das meiner Mama erzählen. Aber leider ist sie überhaupt nicht mehr kindlich.“ „Na ja, rede einmal mit ihr und dann sehen wir weiter.“

 

Dann kam Fairylia zu dem Thema, dass sie derzeit am meisten beschäftigte. Sie erzählte Emily davon, dass die Königin ihre Mutter war und berichtete auch über die ganzen Umstände mit der Entführung und das die Feenkönigin durch eine Vision draufkam, dass genau sie ihre Tochter war und keine Andere Fairylia. Der Name Fairylia ist ja im Feenreich sehr weit verbreitet und kommt sehr oft vor. Emily blieb vor lauter Staunen der Mund offen stehen. Es war eine Ehre für sie, dass eine Feenprinzessin ihre Freundin war. Emily umarmte Fairylia und beide lächelten. Fairylia sah Emily tief in die Augen und sagte: „Du Emily, es klingt jetzt vielleicht blöd für Dich, aber mir kommt vor, dass in Dir auch eine Fee ist.“ „In mir? Eine Fee? Wie geht das denn Fairylia?“ Wollte Emily wissen. „Nun, ich bin mir nicht ganz sicher aber ich glaube in Dir ist eine Feenseele Emily.“ „Eine Feenseele? Warum?“ fragte Emily weiter. „Ich weiß nicht Emily. Vielleicht will diese Feenseele wissen, wie es sich anfühlt in einem menschlichen Körper zu leben. Manche wollen aber auch den Menschen in dem sie leben zu einem guten Umgang mit der Natur bewegen.“ „Das ist aber interessant Fairylia! Heißt das, ich bin auch eine Fee?“ „Näheres müssen wir mit meiner Mutter, der Feenkönigin klären Emily. Ich werde ihr dann gleich eine Nachricht schreiben und ankündigen, dass ich morgen gerne mit Dir vorbeikommen würde. Ich werde sie fragen, wann sie Zeit hat. Dies verbinden wir sozusagen mit deiner ersten Reise in die Feenwelt.“ Erwiderte Fairylia. „Okay super Fairylia.“ Jubelt Emily. Fairylia nahm ein Blatt und schrieb:

 

„Hallo Mama!

 

Danke, mit dem Zaubertrank hat alles geklappt. Sie kann uns Feen, und auch das Tor sehen. Ich bin bei Emily auf etwas draufgekommen, aber ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich so ist. Morgen würde ich gerne mit Emily bei Dir vorbeikommen. Sag/schreib mir, wann es Dir recht wäre.

 

Ich hab Dich Lieb!

 

                Deine Fairylia“

 

So wie immer rief Fairylia dann Palomia und diese nahm die Nachricht gleich mit. Emily und Fairylia waren schon sehr gespannt auf die Antwort.

 

Es war Abend geworden. Fairylia und Emily warteten Leider nach wie vor auf eine Antwort von Königin Blumfairynia. „Emily geh jetzt besser nach Hause, bevor sich Deine Mutter zu viele Sorgen macht. Ich schicke dir dann eine Nachricht, wenn eine Antwort von meiner Mutter gekommen ist.“ Sagt Fairylia. Emily wollte gerade etwas antworten, da flatterte Palomesia, eine königliche Brieftaube herbei. Sie reichte Fairylia einen Brief von der Königin und flog gleich wieder davon.

 

„Bitte lies vor!“ rief Emily. „Okay Emily.“ Antwortete Fairylia.

 

„Liebe Fairylia!

 

Du kannst mit Emily morgen um 14:00 zu mir kommen. Ich freue mich schon sehr darauf, Emily kennen zu lernen. Bis morgen dann.

 

               Deine Dich liebende Mutter

               Blumfairynia“

 

„Das ist ja fantastisch Fairylia!“ sagte Emily und fügte hinzu: „So, jetzt muss ich aber wirklich gehen.“ Fairylia nickte und antwortete: „Okay, wir sehen uns dann morgen Emily.“

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Die Begegnung mit der Blumenfee – Kapitel 12

 

Als Emily zu Hause ankam, wartete die Mutter bereits mit dem Abendessen auf sie. „Hallo Emily! Wie geht’s dir?“ „Hallo Mama. Ja gut geht es mir.“ „Und Deiner Freundin?“ „Danke auch gut.“ Nach dem Begrüßungsdialog erzählte Emily ihrer Mutter alles. Dann fragte sie: „Kannst Du noch kindlich sein Mama?“ „Oh nein Emily. Ich muss mein Leben als erwachsene Frau meistern und habe keine Zeit zum Kindlichsein.“ Emily fragte weiter: „Hast Du etwa noch nie etwas vom inneren Kind gehört?“ „Doch schon Emily. Aber mein inneres Kind ist nicht mehr aktiv.“ Sagte die Mutter. Dann erzählte sie, dass sie als Kind auch mit einer Fee befreundet war. Es war eine Regenbogenfee und hieß Irisia. Dann fragte die Mutter seufzend und mit traurigem Gesicht: „Gibt es Irisia wirklich? Oder habe ich sie mir nur eingebildet?“ Emily streichelte ihrer Mutter sanft über die Haare und sagte: „Ich werde morgen für Dich herausfinden, ob es Irisia die Regenbogenfee irgendwo im Feenreich gibt. Vielleicht gibt es auch eine Möglichkeit das Kind in Dir wieder zu erwecken, damit auch Du wieder mit Feen reden kannst.“ „Mal sehen Emily.“ Erwiderte die Mutter.

 

Nach dem Abendessen verschwand Emily in ihrem Zimmer. Bald darauf kam sie wieder und brachte der Mutter die Schulsachenliste. Die Mutter las sie durch und sagte: „Ist gut Emily. Morgen muss ich erst ab 13:00 arbeiten. Also könnten wir morgen am Vormittag gemeinsam die Sachen einkaufen fahren.“ „Super, dass ist eine gute Idee Mama!“ rief Emily. Emily war immer erfreut, wenn sich ihre Mutter für sie Zeit nahm und sie etwas zusammen unternehmen konnten. Das kam leider sowieso sehr selten vor.

 

Emily war wieder in ihrem Zimmer. Sie beschloss gleich schlafen zu gehen, denn der nächste Tag wird aufregend. Einerseits freute sie sich darauf, dass ihre Mama mit ihr einkaufen gehen würde, und andererseits freute sie sich auf den Nachmittag mit ihrer Freundin und auf die Reise ins Feenreich.

 

Im Traum sah Emily einen Regenbogen. Auf dem Regenbogen saß eine Fee, die in allen Regenbogenfarben leuchtete. Die Regenbogenfee sagte: „Emily! Ich bin es, Irisia, die Regenbogenfee. Richte bitte Deiner Mutter aus, dass ich sie nie vergessen habe, und dass ich keine Einbildung bin. Es wird bald eine Zeit kommen, da wird sie mich wieder treffen.“ Dann verblasste der Regenbogen mit der Fee und Emily erwachte. „So einen schönen und geheimnisvollen Traum hatte ich ja noch nie!“ dachte sie sich. Tief im Inneren spürte Emily, dass der Traum wahr ist. Es war nicht nur ein Traum, sondern eine Vision mit einer Botschaft von Irisia für Emilys Mutter. Es war noch mitten in der Nacht. Trotzdem ging Emily aus ihrem Zimmer ins Schlafzimmer zu ihrer Mutter. „Mama! Mama!“ „Was ist denn Emily? Hast Du schlecht geträumt mein Schätzchen?“ fragte die Mutter, streckt sich und setzt sich auf. „Nein Mama ich hab nichts schlechtes geträumt, ganz im Gegenteil. Irisia, die Regenbogenfee ist mir im Traum erschienen und hat mir eine Botschaft für Dich übermittelt Mama.“ „Ach so? Na da bin ich jetzt aber gespannt. Sag schon Emily.“ Antwortete die Mutter. Dann erzählte Emily, was die Regenbogenfee ihr im Traum mitteilte. „Also ist Irisia doch keine Einbildung?“ fragte die Mutter. „Nein, auf gar keinen Fall Mama.“ Erwiderte Emily und schüttelte heftig mit dem Kopf. „Jetzt geh aber wieder schlafen Emily.“ „Ja mach ich Mama. Entschuldige, dass ich Dich geweckt habe, aber ich wollte dir das so schnell wie möglich erzählen und wollte nicht bis zum Morgen warten.“ „Ist schon gut mein Kind. Schlaf gut weiter.“ Antwortete die Mutter und legte sich wieder hin. „Schlaf Du auch noch gut Mama.“ Sagte Emily, verlies leise das Schlafzimmer und ging in ihr Zimmer zurück. Dort legte sie sich wieder ins Bett und schlief bald darauf wieder friedlich ein.

 

In der Früh kam die Mutter ins Kinderzimmer, um Emily zu wecken. „Guten Morgen Emily! Aufstehen!“ Emily räkelte sich und sagte: „Ja Mama, ich komm schon.“ „Mach Dich fertig, komm frühstücken und dann fahren wir.“ Sagte die Mutter noch und verlies das Zimmer. Emily sprang aus dem Bett, zog sich an und kam in die Küche. „Und, ausgeschlafen Emily?“ wollte die Mutter wissen. „Ja geht so.“ antwortete Emily und gähnte herzhaft. Gleich darauf gähnte die Mutter. „Du Schlingel hast mich mit dem Gähnen angesteckt.“ Sagte die Mutter. „Entschuldigung.“ antwortete Emily.

 

Während Mutter und Tochter frühstückten, läutete das Handy der Mutter. Sie ging hin, nahm das Gespräch an und telefonierte eine Weile. Nach dem Telefonat kam die Mutter wieder in die Küche zurück und sagte: „Emily leider kann ich mit Dir heute doch nicht einkaufen gehen. Ich muss doch jetzt schon in die Arbeit und komme erst am Abend wieder nach Hause. Es tut mir so leid mein Schatz!“ „Ach, ist doch eh immer so! Du versprichst mir was und kannst es nicht einhalten weil immer etwas dazwischen kommt!“ sagte Emily beleidigt und war den Tränen nahe. „Ich habe schon gesagt, dass es mir leid tut Emily! Ich kann’s jetzt auch nicht ändern. Ich gebe Dir ein Geld und Du kaufst die Sachen selbst ein. Außerdem kannst Du dir zusätzlich noch was Schönes als Entschädigung aussuchen.“ Sagte die Mutter. Emily antwortete bissig: „Es wäre ja zu schön um wahr zu sein gewesen, wenn Du Dir einmal Zeit für mich genommen hättest! Aber deine dumme Arbeit ist Dir ja viel wichtiger als ich!“ „Jetzt hör doch endlich auf Emily! Ohne die Arbeit könnten wir uns nichts leisten denk doch mal daran! Ich muss jetzt los. Hier ist das Geld.“ „Trotzdem könntest Du Dir mal Zeit für mich nehmen!“ „Es hat jetzt keinen Sinn darüber zu diskutieren.“ Sagte die Mutter und atmete tief durch. Emily steckte das Geld ein und sagte nichts mehr. Sie begriff, dass es jetzt wirklich nichts brachte. Emily verschwand in ihrem Zimmer. Das Gefühlschaos war perfekt: Enttäuschung, Traurigkeit, Wut und Ärger empfand Emily momentan. Sie empfand nur Freude, wenn sie an ihre Feenfreundin, und die bevorstehende Reise ins Feenreich daachte. Die Mutter kam ins Zimmer, um sich zu verabschieden. „Tschüss Emily und Kopf hoch! Wir werden sicher einmal gemeinsam was unternehmen können.“ „Ja, ja!“ Sagte Emily ungläubig. Die Mutter drückte ihr einen Kuss auf die Wange und ging.

 

Kurze Zeit später verlies auch Emily das Haus. Sie ging zum Bus, und fuhr zum Einkaufszentrum. Dort besorgte sie die Schulsachen. Danach ging Emily in eine Konditorei und kaufte vom übriggebliebenen Geld 3 Stück Kuchen. Das eine Stück war für Fairylia, das Zweite als Geschenk für die Feenkönigin, und das Dritte war für Emily selbst bestimmt. Es war erst später Vormittag. Emily brachte die Schulsachen nach Hause. Gleich danach ging sie zu Fairylia. Die 3 Stück Kuchen nahm sie natürlich mit.

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Die Begegnung mit der Blumenfee – Kapitel 13

 

„Hallo Emily!“ Rief Fairylia. „Hallo!“ grüßte Emily zurück. „Was ist denn mit Dir los? Du wirkst heute irgendwie so traurig Emily. Dabei solltest Du Dich eigentlich freuen.“ Emily erklärte Fairylia, warum sie traurig war und bekräftigte aber auch, dass sie sich schon sehr auf den heutigen Ausflug ins Reich der Elfen und Feen freute. Außerdem erzählte Emily von ihrem Traum, in dem die Regenbogenfee Irisia vorkam und was es damit auf sich hatte.

 

„So, nun müssen wir langsam in die Feenwelt aufbrechen Emily.“ Sagte Fairylia. Emily antwortete: „Moment, aber wie soll ich mich dort fortbewegen? Wenn ich gehe kann ich mit Dir ja gar nicht Schritt halten Fairylia.“ Fairylia überlegte kurz und dann fragte sie: „Darf ich etwas bei Dir ausprobieren Emily?“ „Was denn?“ Fairylia antwortete nicht. Sie streute Emily ein Bisschen Feenstaub auf den Rücken. Plötzlich machte es „ratsch“ und hinten am Rücken waren in Emilys T-Shirt plötzlich 2 Schlitze. Durch die Schlitze ragten 2 glitzernde Flügel. „Wow! Du hast mir Flügel gezaubert!“ rief Emily begeistert. „Ja, aber nun, nichts wie weg. Sonst kommen wir noch zu spät!“ erwiderte Fairylia. Emily nahm noch die 3 Stück Kuchen mit. Gemeinsam schwebten Emily und Fairylia zum Tor. Emily war noch etwas unbeholfen beim Fliegen. „Lindenius, bitte öffne uns das Tor und pass bitte wieder auf meine Blume auf.“ Bat Fairylia. „Wird gemacht!“ rief Lindenius fröhlich und öffnete das Tor. „Du fliegst vor Fairylia.“ Sagte Emily. Fairylia gehorchte und flog zuerst durch. Danach folgte Emily. Emily konnte aber nur langsam hinterher fliegen. Immerhin war sie den Umgang mit Flügeln noch nicht gewohnt. Fairylia hatte vollstes Verständnis dafür. Als sie allerdings merkte, dass sie beide nicht mehr so viel Zeit hatten sagte sie: „Emily komm halte Dich an mir fest ich ziehe Dich damit wir schneller sind.“ „Tut mir leid, dass ich so langsam bin Fairylia.“ „Kein Problem Emily. Da bin ich ja auch selbst schuld. Ich hätte Dir die Flügel schon früher machen sollen, um mit dir ein Flugtraining zu machen.“ Erwiderte Fairylia.

 

Schließlich und endlich kamen beide doch noch pünktlich beim Schloss der Feenkönigin an. Eine Dienerin begrüßte beide und Fairylia zeigte Emily das Schloss. Danach brachte die Dienerin die beiden Mädchen zur Feenkönigin. „Hallo Ihr Beiden! Emily, erspare Dir die förmlichen Begrüßungsregeln mit Knicks usw.“ „Guten Tag Majestät. Danke für diese Ehre.“ Antwortete Emily erfreut. Dann überreichte sie der Königin die 3 Stück Kuchen und sagte: „Dies sind 3 Stück Kuchen. Ein Stück davon ist für Sie Frau Königin.“ „Oh danke, liebe Emily!“ erwiderte Königin Blumfairynia, wandte sich Fairylia zu Und sagte: „Hallo mein liebes Kind. Was gibt’s zu berichten?“ Bevor Fairylia zu erzählen begann, nahmen sie und Emily gegenüber der Feenkönigin Platz. „Mutter, mir ist bei meiner Freundin Emily etwas aufgefallen, als ich ihr gestern ganz tief in die Augen blickte. Aber ich bin mir da nicht ganz sicher.“ Die Königin sagte nichts, sondern schaute Emily ebenfalls ganz tief in die Augen. Dann plötzlich rief die Königin: „In Emily ist eine Fee, eine Feenseele!“ „Also doch!“ rief Fairylia und fügte noch hinzu: „Habe ich mich also doch nicht geirrt.“ „Nein mein Kind! Ich bin stolz auf Dich. Du entwickelst meine Fähigkeiten.“ Antwortete Königin Blumfairynia.

 

Endlich kam Emily dann wieder zu Wort. Ihr schossen ein paar Fragen durch den Kopf. „Aber was hat das zu bedeuten? Bin ich dann automatisch auch eine Fee?“ Die Königin nahm sanft Emilys Hand und sagte: „Liebe Emily, wir werden alles in einer rituellen Zeremonie herausfinden. In dieser Zeremonie werde ich mit Deiner Feenseele Kontakt aufnehmen.“ „Wow! Spannend! Eine Feenzeremonie!“ dachte sich Emily und antwortete: „Und wo findet diese Zeremonie statt? Hier im Schloss?“ „Ich nehme an, dass die Zeremonie im Feentempel stattfinden wird oder Mutter?“ fragte Fairylia. „Genau so ist es.“ Antwortete die Feenkönigin. „Und wann findet die Zeremonie statt?“ wollte Emily wissen. „Wir können auch jetzt gleich veranlassen, dass der Tempel vorbereitet wird.“ Sagte Königin Blumfairynia. „Okay!“ riefen Fairylia und Emily im Chor. „Oh, wir sind auf einer Wellenlänge!“ bemerkte Emily. „Das kann schon sein.“ Erwiderte Fairylia lachend.

 

Etwas später war der Tempel dann vorbereitet. Andächtig betraten Emily und ihre Freundin Fairylia den Feentempel. Die Königin wartete dort schon auf sie. Sie half bei den Vorbereitungen mit und sagte: „So, liebe Emily jetzt bitte ich Dich um Deine Mithilfe. Du musst Dich ganz ruhig und entspannt hinsetzen. Dann konzentriere Dich bitte darauf, dass Du mehr über Deine Feenseele wissen möchtest. Den Rest mache ich.“ „Und was soll ich tun?“ wollte Fairylia wissen. „Du achtest darauf, dass sich Deine Freundin Emily auf ihre Feenseele konzentriert.“ Befahl Königin Blumfairynia.

 

Königin Blumfairynia erreichte ihren Trancezustand. Emily konzentrierte sich weiter und hatte plötzlich selbst das Gefühl in einer Art Trance zu sein. In Trance murmelte Königin Blumfairynia, während sie Emily tief in die Augen blickte folgenden Spruch:

„Oh Feenseele, komm höre mich!

Feenseele, ich rufe Dich!“

Plötzlich schrumpfte Emily bis sie ungefähr so groß war wie Fairylia. Sie war eine Fee mit einer zierlichen Figur und ihre Flügel waren nun kleiner und zarter. Die Feenseele hatte von Emily Besitz ergriffen, um sich zu materialisieren und zu zeigen. „Wer bist Du?“ fragte die Feenkönigin. „Mein Name ist Fairyly.“ Antwortete eine feine Stimme. „Und warum wohnst Du im Körper des Menschenmädchens Emily?“ fragte die Königin weiter. „Ich will sie dazu bringen, gut mit den anderen Lebewesen und der Natur umzugehen.“ Antwortete Fairyly.“ Dann fügte sie noch hinzu: „Sie ist ich.“ Fragend schauten Fairylia und Königin Blumfairynia die kleine Fee an und die Königin fragte: „Was heißt das, sie ist Du?“ „Ganz einfach. Ich bin als Menschenmädchen Emily inkarniert, weil ich von Königin Feelunia den Auftrag bekam als Mensch zu inkarnieren. Ich bekam die Aufgabe, ein Mädchen zum guten Umgang mit der Natur zu führen.“ „Mutter, Wer ist Königin Feelunia? Und gibt es mehrere Feen, die als Menschen inkarniert sind?“ wollte Fairylia wissen. „Königin Feelunia war meine Vorgängerin. Und das Feen in Menschen inkarnieren kommt eher selten vor.“ Erwiderte die Königin. Dann fragte sie: „Hast Du uns noch etwas mitzuteilen Fairyly?“ Die kleine Fee zögerte einen Moment und antwortete: „ja, ich hätte einen Wunsch. Ich wünsche mir, dass Emily ihr Leben als Mensch aufgibt und als Fee Fairyly lebt. Ich habe ja auch damals mein Leben als Fee unfreiwillig aufgegeben, um als Mensch zu inkarnieren.“ „Nun, dass wird nicht so einfach sein, meine liebe Fairyly.“ Antwortete die Königin seufzend. „Für mich war es auch nicht einfach, mein Feenleben aufzugeben Majestät!“ Fairyly begann zu weinen und fügte unter Tränen hinzu: „In diesem Menschenkörper fühle ich mich so eingesperrt! Und außerdem ist Emily als Mensch sowieso arm, weil ihre Mutter nie wirklich Zeit für sie hat.“ „Kannst Du das bestätigen Fairylia?“ fragte die Feenkönigin. „Ja Mutter. Gerade heute war Emily wieder so traurig, weil ihre Mutter ein Versprechen gebrochen hat.“ Königin Blumfairynia atmete tief durch und sagte: „Liebe Fairyly wir danken Dir, dass Du mit uns gesprochen hast. Bitte ziehe Dich nun wieder zurück und mache dem Menschenmädchen Emily wieder Platz.“ Die Fee gehorchte schweren Herzens und plötzlich saß statt der Fee wieder Emily auf dem Stuhl. Am Rücken hatte sie die Flügel, die Fairylia ihr mit Hilfe des Feenstaubs gezaubert hatte. „Emily, wie geht’s Dir?“ fragte Fairylia. „Ja, eigentlich gut. Ich bin nur ein Bisschen verwirrt.“ Erwiderte Emily. „Kannst Du Dich an alles erinnern?“ fragte die Königin. „Ja, ich kann mich an alles erinnern. Mein Feenname ist Fairyly. Und die Fee in mir wünscht sich, dass ich mein Leben als Mensch aufgebe und als Fee Fairyly lebe.“ Wiederholte Emily und seufzte. Dann fragte sie: „Aber wie soll ich das anstellen?“ „Das weiß ich selbst noch nicht Emily.“ Erwiderte die Königin. Dann fügte sie noch hinzu: „So, also hiermit erkläre ich diese Zeremonie für beendet.“ Danach öffnete sie den Schutzkreis und sagte: „Fairylia und Emily, geht bitte schon einmal vor ins Schloss. Ich komme dann gleich nach.“

 

Emily folgte Fairylia und beide schwebten wieder ins schloss. Im Speisesaal des Schlosses wartete ein tolles Kuchenbuffet auf die beiden Mädchen. Königin Blumfairynia kam auch dazu. Sie bediente sich allerdings nicht am Buffet, sondern aß das Stück Kuchen, dass ihr Emily mitbrachte. Während Emily ein Stück Nusstorte aß, klaute ihr eine kleine Fee ein Stück Torte vom Teller. „Heh! Was soll den das?!“ fragte Emily etwas empört. „Oh, also du kennst mich noch nicht. Ich bin Karamella und gehöre zur Familie der Naschfeen. Wir lieben alles was süß ist! Schmatz!“ Emily fragte Fairylia: „Haben diese Naschfeen denn keine Manieren? Man fragt doch bevor man sich was nimmt.“ „Ach diese Naschfeen haben immer Schabernack im Sinn. Sie sind Mischwesen zwischen Kobolden und Feen. Und Du weißt doch, wie Kobolde sind. Sie haben den Körper der Feen, und das Wesen der Kobolde. Naschfeen können aber auch gut Kuchen backen das muss man schon auch sagen. Meistens arbeiten Naschfeen in Konditoreien und Bäckereien.“ „Interessant! Also das heißt, wenn sie Kuchen backen sind sie auch Heinzelmännchen.“ antwortete Emily lachend. „Wenn man’s genau nimmt hast Du recht Emily.“ Antwortete Fairylia und lachte ebenfalls. Dann fielen Emily die anderen zwei Stück Kuchen ein, die sie eigentlich für sich und Fairylia vorgesehen hatte. Damals wusste sie ja noch nicht, dass es im Schloss ein Kuchenbuffet geben würde. Emily beschloss, die anderen 2 Stück Kuchen den Naschfeen zu schenken. „Karamella!“ Rief sie. Die kleine Naschfee kam sofort herbeigeflogen. „Ja, was gibt’s denn?“ fragte sie mit ihrer feinen Stimme. „Es gibt Kuchen für Euch.“ Erwiderte Emily und gab ihr die 2 Stück Kuchen.“ „Oh danke! Du bist so lieb!“ antwortete Karamella und flog mit dem Kuchen wieder davon.

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Die Begegnung mit der Blumenfee – Kapitel 14

 

Während des Zusammensitzens im Speisesaal des Schlosses, kamen Emily, Fairylia und die Feenkönigin auch wieder auf Emilys Mutter zu sprechen. Emily erzählte, dass ihre Mutter nicht mehr kindlich sein kann. Königin Blumfairynia antwortete daraufhin: „Du könntest Deiner Mutter ein paar Beeren und Früchte von uns aus dem Reich der Elfen und Feen mitbringen. Vielleicht kann sie dann Deine Freundin Fairylia sehen, obwohl sie nicht mehr kindlich ist.“ Dann rief die Königin eine Dienerin und befahl ihr, die besten Früchte zu sammeln und in ein Gefäß zu füllen, damit Emily die Früchte für sich und ihre Mutter mitnehmen konnte.

 

Am Abend sagte Fairylia: „So Emily, jetzt müssen wir wohl oder übel wieder aufbrechen. Du musst heim zu deiner Mutter, und ich muss wieder zu meinem Blümchen.“ Bei der Verabschiedung sagte Königin Blumfairynia: „Ich werde mir den Wunsch von Deiner Feenseele noch durch den Kopf gehen lassen und sehen, welche Lösung mir einfällt. Notfalls muss ich mein Orakel befragen.“ „Vielen Dank Frau Königin.“ Antwortete Emily und nahm ihr Gefäß mit den Früchten. „Komm uns mit Fairylia bald wieder besuchen Emily!“ fügte die Königin noch hinzu. „Ja gerne, liebe Frau Königin!“ erwiderte Emily erfreut. Dann hoben beide ab und flogen in Richtung Menschenwelt davon. Die Königin und ihre Vertrauteste Dienerin winkten Fairylia und Emily noch eine Weile nach.

 

„Na hallo! Da seid Ihr ja wieder!“ sagte Lindenius. „Ja lieber Lindenius, wir sind wieder da. War und ist alles in Ordnung?“ fragte Fairylia. „Ja, ja es ist alles in Ordnung liebe Fairylia.“ Erwiderte Lindenius und fügte lachend hinzu: „Deine Blume war sehr brav!“ „Gut!“ sagte Fairylia und musste auch lachen. Emily lachte auch und sagte nach einer Weile: „Okay Ihr lieben ich muss jetzt wohl auch heim. Wir sehen uns morgen wieder.“ „Ja, liebe Emily. Aber vergiss die Früchte nicht.“ Nach der Verabschiedung fiel Emily noch etwas ein und sie fragte: „Fairylia, Sind die Flügel für meine Mutter unsichtbar?“ „Ja, solange sie uns Feen nicht sieht sind deine Flügel für Deine Mutter unsichtbar Emily.“ Antwortete Fairylia. Emily bedankte sich, wünschte Fairylia und Lindenius noch einen schönen Abend und ging nach Hause.

 

Als Emily nach Hause kam, war die Mutter schon da. „Hallo Emily. Tut mir leid wegen heute Früh.“ Sagte die Mutter und umarmte ihre Tochter. „Ich hab Dir was aus dem Feenreich mitgebracht Mama.“ Sagte Emily und gab ihrer Mutter eine der Beeren. „Ah die schmecken so gut, so süß und saftig!“ sagte die Mutter. „Iss ruhig so viel Du willst Mama.“ Sagte Emily lächelnd. „Was bewirken diese Früchte?“ Fragte die Mutter. „Nun, die Feenkönigin meinte, dass Du nach dem Verzehr der Früchte eventuell Feen sehen kannst.“ Erklärte Emily. Beim Abendessen kam der Mutter eine Idee: „Weißt Du was? Ich mache einen Kuchen mit den Früchten. Was hältst Du davon Emily?“ „Gute Idee Mama!“ erwiderte Emily. Als Nachtisch aßen Mutter und Tochter auch noch Früchte und auch Emily fand die Früchte sehr bekömmlich. Emily erinnerte sich, dass beim Kuchenbuffet ein Früchtekuchen, mit genau diesen Früchten dabei war. Emily und ihre Mutter hatten noch nie solch gutes Obst gegessen.

 

Nach dem Essen sah sich die Mutter die Schulsachen an, die Emily heute am Vormittag kaufte. Plötzlich, als die Mutter sich einmal hinter Emily hinstellte, rief sie: „Kind, du hast ja Flügel!“ „Was? Du kannst sie sehen?“ erwiderte Emily verdutzt. Dann sagte sie: „Los Mama! Wir müssen raus auf die Wiese! Ich will testen, ob Du meine Freundin Fairylia sehen kannst!“ „Doch nicht mehr heute Emily!“ entgegnete die Mutter. „Wenn nicht jetzt, wann dann Mama!? Du hast ja sonst eh nie Zeit für mich, also tu mir den Gefallen und komm bitte jetzt mit mir mit raus!“ Etwas widerwillig gehorchte die Mutter und ging mit Emily hinaus.

 

Auf der Wiese angekommen rief Emily: „Fairylia! Ich hab jemanden mitgebracht!“ Fairylia räkelte sich in der Wiese und gähnte. Dann fragte sie: „Wen denn Emily? Mit Deinem Besuch habe ich jetzt am Abend nicht mehr gerechnet.“ „Meine Mama habe ich mitgebracht Fairylia.“ Sagte Emily erfreut und stellte sich mit ihrer Mutter direkt vor die Blume hin. Fairylia saß nun wieder auf der Blume. „Entschuldige, dass wir Dich geweckt haben Fairylia.“ Sagte Emily. „Keine Ursache.“ Erwiderte Fairylia kurz. „Ich sagte Dir doch, dass es keine gute Idee ist heute noch hier herzukommen Emily.“ Sagte die Mutter. „Sie ist uns nicht böse Mama!“ erwiderte Emily und fragte: „Nun, was siehst Du?“ „Oh! Ich sehe tatsächlich eine kleine Fee, die auf einer Blume sitzt und in der leichten Abendprise hin und herschaukelt.“ Antwortete die Mutter. „Super Mama!“ rief Emily erfreut aus und umarmte ihre Mutter. Dann meldete sich Fairylia zu Wort und begann mit Emilys Mutter eine Unterhaltung: „Nun, wenn Du mich sehen kannst, kannst Du mich dann auch hören?“ „Na klar, kleine Fee.“ Antwortete die Mutter. „Mein Name ist Fairylia. Und wie heißt Du?“ fragte Fairylia neugierig weiter. „Mein Name ist Rebecca.“ Antwortete Emilys Mutter. „Ihr unterhaltet Euch gut und das ist schön!“ bemerkte Emily und lächelte ihre Mutter und Fairylia an. „Stimmt Emily.“ Antwortete Fairylia. Dann wandte sie sich wieder Rebecca zu und sagte: „Du hast eine wundervolle Tochter Rebecca.“ „Ich weiß Fairylia.“ Antwortete Rebecca und lächelte Emily an. Dann fragte sie: „Hat sich Emily bei der Feenkönigin im Feenreich gut benommen?“ „Ja Rebecca, es gab keine Unannehmlichkeiten. Königin Blumfairynia mag Emily sehr.“ Erwiderte Fairylia. „Gut so, dass alles gut gegangen ist.“ sagte Rebecca erleichtert. „Es ist sehr schön, Emily als Freundin zu haben.“ Sagte Fairylia. „Das freut mich!“ antwortete Rebecca. „Es ist auch wunderschön, eine Fee wie Fairylia als Freundin zu haben.“ Sagte Emily. „Das freut mich wiederum.“ Erwiderte Fairylia. „Wer hat meiner Tochter Emily eigentlich diese schönen Flügel gemacht? Warst das Du Fairylia?“ fragte Rebecca. Fairylia nickte und antwortete: „Um jemandem Flügel zu zaubern brauche ich nur ein Bisschen Feenstaub auf den Rücken, bzw. auf die Schulterblätter zu streuen.“ Fairylia stellte sich hinter Rebecca auf und fragte: „Willst Du auch Flügel haben?“ „Nein danke Fairylia.“ Sagte Rebecca lächelnd.

 

Nach der netten Plauderei zu dritt gingen Emily und ihre Mutter Rebecca wieder nach Hause. Emily ging bald darauf schlafen. Glücklich legte sie sich in ihr Bett und dachte: „So einen schönen Tag hatte ich schon lange nicht mehr!“ Dann dauerte es nicht mehr lange, bis Emily einschlief.

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Die Begegnung mit der Blumenfee – Kapitel 15

 

Der letzte Ferientag war angebrochen. Als Emily aufwachte, war es halb Neun. Ihre Mutter war so wie meistens nicht da. „Wann die wohl den Früchtekuchen machen wird?“ dachte sich Emily und schlurfte in die Küche. Auf dem Tisch entdeckte Emily 3 Zettel. Der Eine war das Kuchenrezept, der Zweite war eine Einkaufsliste und der Dritte war eine Nachricht von der Mutter. Emily las:

 

„Liebe Emily! Wenn Du Lust hast könntest Du schon mal die Zutaten für den Kuchen einkaufen gehen. Das Geld findest Du bei der Einkaufsliste.

 

Ich hab Dich lieb

 

Mama“

 

Tatsächlich fand Emily auch das Geld. Gleich nach dem Frühstück machte sie sich auf den Weg in den Supermarkt. Emily freute sich, dass sie wenigstens schon die Zutaten besorgen gehen durfte. „Na? wieder allein unterwegs?“ fragte die Frau bei der Kasse. Emily nickte.

 

Wieder zuhause angekommen, kam Emily auf eine ihrer Ansicht nach geniale Idee. „Ich könnte doch selbst versuchen den Kuchen zu machen!“ dachte sich Emily erfreut. Dann sagte sie sich: „Am Rezept ist ja eh alles genau beschrieben.“ Sie überlegte lange hin und her. Letztendlich traute sich Emily dann aber doch nicht alleine den Kuchen zu backen.

 

Nach dem Emily die eingekauften Sachen weggeräumt hatte, brach sie dann zu Fairylia auf. Als Emily bei Fairylia ankam, sah sie, dass gerade eine andere Fee bei ihr war. „Hallo Fairylia!“ grüßte Emily. „Oh hallo Emily! Darf ich Dir jemanden vorstellen? Dies ist Fairylynn, meine ehemalige Nachbarin. Sie ist auch gerade erst gekommen.“ „Hallo!“ sagte Emily. „Hi!“ sagte Fairylynn kurz, knapp und in einem schroffen Ton. Dann wandte sich Fairylynn wieder an Fairylia. „Heh was bist denn Du für eine Komische Fee!?“ „Warum Fairylynn?“ „Na weil Du Dich auf eine Freundschaft mit einem Menschenmädchen eingelassen hast!“ „Emily ist ein liebes Mädchen und kein böser Mensch. Das hat sogar unsere Königin bestätigt Fairylynn! Für was bist Du eigentlich hergekommen?“ „Ach, weil die Königin meinte, ich solle mich bei Dir entschuldigen. Aber das Du so doof bist, und Dich mit einem Menschenkind anfreundest hätte ich mir nie gedacht.“ Emily unterbrach den Dialog zwischen Fairylia und Fairylynn und sagte: „Das eine sag ich Dir Fairylynn: Fairylia ist nicht doof.“ „Halt die Klappe Du kleiner stupsnasiger Nichtsnutz!“ „Was hast Du da grade gesagt? Wie hast Du meine Freundin gerade genannt?!“ fragte Fairylia empört. „Okay, ich soll es also wiederholen? Deine ach so liebe Freundin ist ein kleiner stupsnasiger Nichtsnutz, der Dich nur ausnutzt Fairylia!“ „Ach halt doch den Mund und verschwinde von hier!“ befahl Fairylia. „Du hast mir nichts zu befehlen!“ sagte Fairylynn. Dann meldete sich Lindenius zu Wort: „Heh was soll denn das schon wieder?! Fairylynn immer wenn Du da bist gibt es Streitereien! Ich weiß, Dich wird es wieder stören, dass ich mich einmische, aber ich als erfahrener Baumgeist habe auch Verantwortung.“ „Für was denn alter Knacker?“ Lindenius blickte Fairylynn wütend an und antwortete: „Ich habe die Verantwortung dafür, dass sich dein negatives Getue nicht negativ auf die Pflanzen auswirkt! Ich habe also Verantwortung für die Pflanzen und die Blumenfeen! Kapierst Du das endlich?“ „Oder ist Dein kleines Feenhirn zu dumm dafür?!“ mischte sich Emily wütend ein. „Nichtsnutz ich sagte Dir schon, halt die Klappe!“ „Emily ist unsere Freundin! Sie ist kein Nichtsnutz. Wenn Du Dich so aufführst bist Du selber ein Nichtsnutz! Du wirst Deine gerechte Strafe noch bekommen warte nur!“ sagte Fairylia. Plötzlich griff Fairylynn mit einer Hand nach Fairylias Blume und riss sie aus der Wiese. „Nein! Diese Blume war mein Zuhause und mein Schützling! Was hast Du nur getan?!“ Fairylia begann zu weinen. „Hihihihihi! Da sehen wir es! Dadurch, dass Du Deine nichtsnutzige Freundin so verteidigt hast, hast Du ganz auf Deine Blume vergessen!“ sagte Fairylynn gehässig. „Das ist nicht wahr! Ich vergesse nie auf meine Blume!“ antwortete Fairylia unter Tränen. Lindenius war jetzt noch wütender. So wütend war er schon lange nicht mehr. Das ist das Schlimmste, was eine Fee einer anderen Fee antun kann, ihren Lebensraum zu zerstören. Lindenius wandte sich an Emily: „Emily kümmere Dich bitte um Fairylia und ich kümmere mich um eine harte Bestrafung für Fairylynn.“ Emily nickte. Danach packte der starke Baumgeist die kleine Fairylynn und brachte sie zur Linde. Nur wenige Augenblicke später kam ein Diener. Er überbrachte eine Nachricht von Königin Blumfairynia. Er sagte: „Die ehrenwerte Königin hat beschlossen, dass Fairylynn zur Strafe ins Reich der dunklen Mächte gezogen werden soll.“ Nach diesen Worten spürte Fairylynn bereits, dass sie von einer Kraft fortgezogen wurde. Zuerst durch das Tor in die Zwischenwelt, dann zum Tor zur Welt der dunklen Mächte, und dann durch das Tor hindurch in die Welt der bösen Mächte. Als Fairylynn weg war, sprach der Diener weiter: „Die Königin möchte, dass Emily einstweilen bei Fairylia bleiben soll. Am Nachmittag wird im Reich der Elfen und Feen eine Krisensitzung abgehalten. Die Königin wünscht, dass Fairylia und Emily bei der Sitzung anwesend sind. Die Sitzung beginnt um 15:00.“ Lindenius überbrachte Emily und ihrer verzweifelten Freundin Fairylia die Nachrichten. Fairylia hoffte, dass Fairylynn nie wieder aus dem Reich der dunklen Mächte zurückkommen würde.

 

Fairylia saß auf Emilys Schoß und schluchtzte. „Ich habe Angst, dass die Königin mir bei der Sitzung Vorwürfe macht. Ich mache mir selbst auch Vorwürfe!“ Emily streichelte die kleine Fee und antwortete: „Ach was! Du brauchst keine Angst haben. Ich bin doch bei Dir.“ Lindenius kam zu Emily und Fairylia. „Liebe Fairylia, Du brauchst Dir keine Vorwürfe zu machen. Ich habe beobachtet, wie sie Dir einen Schleier vor die Augen gezaubert hat.“ „Ach deshalb der Schatten!“ rief Fairylia aus und fragte: „Aber warum hast Du denn nicht eingegriffen Lindenius?!“ „Sie dürfte bei mir auch einen Zauber angewendet haben. Ich war machtlos und wie gelämt. Ich konnte mich nicht rühren.“ „Um gottes Willen!“ rief Emily aus und fügte hinzu: „Nein, meine liebe Fairylia, Du brauchst Dir wirklich keine Vorwürfe machen. Es war kein Fehler von Dir, sondern es war allein die Böse Fairylynn!“ Fairylia begann wieder zu weinen. „Das sie so viel böses in sich hat hätte ich nie gedacht!“ sagte sie.

 

Es war Mittag geworden. „Lindenius ich komme so schnell wie möglich wieder. Ich muss mal nach Hause. Bitte pass einstweilen auf Fairylia auf.“ „Ja mach ich.“ Erwiderte Lindenius. Emily legte Fairylia sanft und vorsichtig in die Wiese. Fairylia war vor Erschöpfung eingeschlafen. Das viele Weinen machte sie müde. Dann machte sich Emily auf den Weg nach Hause.

 

Als Emily daheim ankam, erlebte sie eine große Überraschung. Ihre Mutter war zuhause und kochte Mittagessen. „Hallo Mama!“ rief Emily erfreut. „Hallo meine Süße! Was tut sich bei Dir und Deiner Freundin?“ antwortete die Mutter. Emily erzählte von der Tragödie, die sich heute am Vormittag ereignete. Selbst die Mutter war ganz bestürzt und sagte: „Das Essen ist gleich fertig Emily. Nach dem Essen kannst Du wieder zu Deiner Freundin gehen. Ich werde während Du weg bist den Kuchen backen. Übrigens danke, dass Du alles besorgt hast.“ „Bitte gerne Mama. Freut mich, dass Du heute mal früher zuhause bist. Schade nur, dass ich gerade heute keine Zeit habe.“ „Das finde ich zwar auch schade Emily, aber ich habe noch eine Überraschung für Dich.“ Erwiderte die Mutter. „Eine Überraschung? Für mich? Wann erfahre ich, was es ist?“ fragte Emily. „Heut Abend Emily.“ Antwortete die Mutter. Danach setzten sich beide an den Tisch und aßen gemeinsam.

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Die Begegnung mit der Blumenfee – Kapitel 16

 

„Wo ist Emily!?“ fragte Fairylia nach dem Aufwachen erschrocken. „Psssst beruhige Dich meine Liebe! Sie kommt bald wieder! Sie ist nur mal nach Hause.“ Sagte Lindenius. „Aber um 15:00 müssen wir doch im Schloss sein!“ antwortete Fairylia beunruhigt. „Mach Dir keine Sorgen meine Kleine! Es ist erst halb 2!“ erwiderte Lindenius.

 

20 Minuten später kam Emily wieder auf der Wiese bei Fairylia an. Ihre Feenfreundin Fairylia lag im Gras wie ein Häuflein Elend. Fairylia war heilfroh, dass Emily wieder da war. Kurze Zeit später brachen beide ins Reich der Elfen und Feen auf.

 

Als Emily und ihre Freundin in den Sitzungssaal des Schlosses kamen, war Königin Blumfairynia schon da. Sie schaute auch ganz ernst und traurig. „Hallo Ihr Lieben. Dies ist heute ein Zusammentreffen zu einem traurigen Anlass. Wir müssen besprechen, wie es mit Dir, liebe Fairylia weitergehen soll.“ Sagte Königin Blumfairynia. Emily und Fairylia nickten. Fairylia merkte, dass ihr schon wieder die Tränen kamen, aber sie wollte das Weinen zuerst nicht herauslassen. Die Feenkönigin bemerkte das und sagte: „Du kannst Deine Tränen ruhig rauslassen. Ich kann gut verstehen, wie es Dir geht mein Kind.“ „Wie soll es nun mit mir weitergehen? Und wird Fairylynn jemals wieder aus dem Reich der dunklen Mächte zurückkommen?“ „Das will ich nicht hoffen. Und wie es mit Dir weitergeht wollen wir eben jetzt besprechen.“ Antwortete die Königin.

 

Nach einiger Zeit kam die Königin auf eine Idee: „Emily, hast Du vielleicht eine Pflanze in Deinem Zimmer stehen?“ wollte sie wissen. „Nein, eigentlich nicht. Aber ich kann meine Mutter bitten, dass sie für mich eine Pflanze besorgt, oder das sie mir das Geld gibt und ich besorge selbst eine.“ Antwortete Emily. „Es ist nämlich so: Wenn Du eine Zimmerpflanze hättest, könnte sich Fairylia darum kümmern und gleichzeitig wäre sie bei Dir Emily.“ Meinte Blumfairynia. Emily überlegte kurz und antwortete: „Wäre zwar keine schlechte Idee, aber die Sache hätte auch einen Nachteil. Fairylia wäre wenn ich in der Schule bin immer alleine im Zimmer und ich weiß nicht, ob das so gut ist.“ „Da hast Du schon auch recht Emily. Aber Fairylia braucht Dich jetzt besonders.“ Nun meldete sich Fairylia zu Wort: „Aber Mutter, da hab ich ja auch nichts davon, wenn ich während Emily in der Schule ist nur allein im Zimmer auf oder bei einer Zimmerpflanze hocke. Ich will am liebsten immer bei Emily sein, egal ob in der Schule, oder zuhause.“ „Du willst immer bei Emily sein? Meinst Du als Maskottchen und/oder Glücksbringerin und Beschützerin?“ fragte die Feenkönigin. „Ja, so ungefähr.“ Bestätigte Fairylia. „Ist genehmigt. Dann kannst und darfst Du Emily begleiten. Du bist nun derzeit nicht mehr an eine Pflanze gebunden. Spätestens im Frühling musst Du Dich aber entscheiden, ob Du wieder eine Blumenfee sein willst.“ „Danke Mama! Wenigstens etwas erfreuliches.“ Sagte Fairylia und ein kleines Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Emily, was sagst Du zu dem Ganzen? Ist es Dir recht, dass Fairylia Dein Schutzwesen ist?“ fragte Königin Blumfairynia. „Zusätzlich zum Schutzengel?“ fragte Emily. „Ja natürlich, zusätzlich zum Schutzengel. Fairylia ist bei Dir als Freundin und Schutzfee.“ „Ja, ich bin damit einverstanden Frau Königin.“ Sagte Emily. „Gut.“ Antworteten die Königin und Fairylia erleichtert im Chor.

 

Nach der Besprechung im Sitzungssaal bekamen die Mädchen im Speisesaal etwas zu trinken. Nachdem die Königin die beiden in den Speisesaal brachte, sagte sie: „So Ihr Lieben, Ihr müsst mich entschuldigen. Ich hab heute noch so viel zu tun. Sollte es noch Fragen geben oder sonst etwas sein, schickt mir einfach eine Nachricht.“ „Okay Mama danke, dass Du Dir für mich Zeit genommen hast.“ Sagte Fairylia. „Keine Ursache. Du meine Tochter bist mir sehr wichtig.“ Nach diesen Worten gab sie ihrer Tochter noch einen Kuss und ging mit raschen Schritten aus dem Speisesaal.

 

„Wie geht es Dir jetzt Fairylia?“ fragte Emily besorgt. „Ja danke schon etwas besser. Jetzt ist die Situation nicht mehr so aussichtslos.“ Erwiderte Fairylia. „Aber irgend etwas bedrückt Dich doch noch Fairylia.“ Stellte Emily fest. „Ähm ja. Was ist, wenn Deine Mutter etwas dagegen hat, dass ich bei Dir wohne?“ „Ganz sicher hat sie nichts dagegen! Das wird schon klappen.“ Redete Emily beruhigend auf Fairylia ein. „Aber was ist, wenn Deine Mutter Dir verbietet mich in die Schule mitzunehmen?“ „dann wäre das unfair. Das wäre dann so, als wie wenn sie mir verbieten würde, meinen Schutzengel in die Schule mitzunehmen. Das würde ich ihr dann auch deutlich sagen.“ Erwiderte Emily.

 

So gegen Abend machten sich Fairylia und Emily auf den Heimweg. Eine Dienerin gab Fairylia noch ein Geschenk von der Königin mit. Es war ein kleines Holzhäuschen, dass Emily für Fairylia in ihrem Zimmer aufstellen konnte. Das Häuschen war mit Rosenblüten ausgepolstert. In dieses Häuschen konnte sich Fairylia zurückziehen wenn sie wollte, z.B. zum Schlafen. Fairylia freute sich sehr über das Geschenk. Bei dieser Gelegenheit sagte Emily. „Ich bin schon so gespannt, welche Überraschung meine Mutter heute Abend für mich hat.“ Nach diesen Worten flogen Fairylia und Emily los. Emily war nun schon viel geübter beim Fliegen. Nichts desto trotz hatte Fairylia vor, mit Emily am Wochenende ein Flugtraining zu machen.

 

Als Emily mit Fairylia nach Hause kam, freute sie sich. Es roch nach frischgebackenem Kuchen. „Hallo Mama! Wir sind zuhause!“ Rief Emily. „Hallo Schatz! Wieso sagst Du wir?“ Schleunigst klärte Emily ihre Mutter auf. Danach stellten die Mutter, Emily und Fairylia das Häuschen im Zimmer auf. Es stand genau bei einem Fenster. „Siehst Du, meine Mutter hat überhaupt nichts dagegen Fairylia.“ Flüsterte Emily. „Gott sei Dank!“ antwortete Fairylia und atmete erleichtert tief durch.

 

Nach dem Essen fragte Emily: „Und Mama, welche Überraschung hast Du für mich?“ „Ach ja, die Überraschung.“ Antwortete die Mutter. Die Mutter holte eine Schachtel und öffnete sie. Emily schaute hinein und rief: „Ein Handy!“ „Ja, damit du mich anrufen kannst, falls mal etwas ist.“ Sagte die Mutter. „Danke Mama!“ sagte Emily und umarmte die Mutter.

 

Nach dem reichlichen Abendessen, zogen sich Fairylia und Emily ins Zimmer zurück. Sie wollten den Ablauf des Flugtrainings, dass am Wochenende stattfinden sollte besprechen. Plötzlich fiel Emily etwas ein: „Du Fairylia, ich brauche während des Trainings etwas, damit ich für andere Menschen, die Feen nicht sehen können unsichtbar bin. Die anderen sehen ja meine Flügel nicht und ich will bei niemandem Aufsehen erregen. Fliegende Menschen sind ja schließlich nicht alltäglich.“ „Du bist ja nicht irgendein Mensch Emily. Du hast eine Fee in Dir.“ Erwiderte Fairylia. „Ja schon, aber das weiß kaum jemand und viele Menschen würden das auch nicht verstehen!“ entgegnete Emily. „Eigentlich hast Du recht. Wir werden jetzt gleich an meine Mutter einen Brief schreiben. Sie weiß sicher einen Rat.“

 

Gesagt, getan. Gleich setzten Fairylia und Emily sich hin und schrieben eine Nachricht an die Feenkönigin, in der sie ihr Problem schilderten. Danach riefen Emily und Fairylia die Brieftaube Palomia und diese kam gleich darauf ins Zimmer geflogen. „Hallo Palomia! Schon lang nicht mehr gesehen.“ Sagte Emily. Palomia war ganz verwundert, weil sie heute von Fairylia und Emily gleichzeitig gerufen worden war. Sie nahm den Brief und flog schnell wieder davon. „Bring den Brief zur Königin!“ rief Fairylia ihr nach.

 

Danach begaben sich beide zur Ruhe. Fairylia und Emily waren sich einig: Es war ein Tag mit negativem Beginn und positivem Ausklang.

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Die Begegnung mit der Blumenfee – Kapitel 17

 

Der Samstag war angebrochen und die Sonne lachte. Es war noch früher Morgen. Emily und Fairylia schliefen noch. Plötzlich hämmerte es ans Fenster. Emily schreckte hoch. „Was war das?!“ flüsterte sie erschrocken und sprang aus dem Bett. Emily öffnete das Fenster und sah Palomia, die ein Päckchen im Schnabel trug. „Guten Morgen meine Liebe!“ sagte Emily und streichelte Palomia über den Kopf. Danach fragte sie mit einer zarten und freundlichen Stimme: „Was hast Du denn da schönes für uns?“ Palomia ließ das Päckchen los und Emily sagte: „Danke Palomia.“ Die Brieftaube flog geschwind wieder aus dem Fenster und Emily schloss es. Emily betrachtete das Päckchen genauer. Auf einem Schildchen stand: „Von Feenkönigin Blumfairynia für Emily“. Emily blickte auf die Uhr. „Oh, erst halb Sieben! Ich leg mich noch hin und öffne dann später wenn Fairylia auch wach ist das Päckchen.“ Dachte sich Emily. Es dauerte nicht lange, bis Emily wieder eingeschlafen war.

 

2 Stunden später: Fairylia räkelte sich in ihrem mit Blüten ausgepolsterten Häuschen. Sie streifte ihr Feennachthemd ab und schlüpfte in die Tageskleidung. Danach kam Fairylia aus dem Häuschen. Ihr erster Blick fiel auf das Päckchen, dass auf dem Schreibtisch lag. Fairylia schwebte zu Emily, die noch im Bett lag und ruhig vor sich hin schlummerte. „Emily! Guten Morgen! Willst Du nicht langsam aufstehen?“ Emily gähnte jedoch nur, drehte sich auf die andere Seite Und schlief weiter. „Emily bitte steh auf! Ich will ja auch wissen, was in dem Päckchen ist, dass von der Königin für Dich bestimmt ist.“ „Wirst Du schon noch!“ murmelte Emily im Halbschlaf vor sich hin. „Okay, ich lasse Dich noch schlafen. Ich will mal schauen, vielleicht komme ich irgendwo raus ins Freie. Dann könnte ich nämlich Lindenius einen Besuch abstatten.“ Meinte Fairylia. Dann fügte sie hinzu: „Und dadurch, dass ich mit Dir verbunden bin, merke ich auch sofort, wenn Du wach bist.“ Emily gab nur ein müdes „Mhm“ von sich und Fairylia verließ das Kinderzimmer.

 

Draußen im Vorraum bemerkte Fairylia, wie sich Emilys Mutter zum Einkaufen gehen fertig machte. Fairylia wartete, bis die Mutter aus dem Haus ging und wollte dann gleich mit aus dem Haus huschen. „Guten Morgen kleine Fee.“ Sagte Emilys Mutter. „Emily schläft noch?“ „Ja.“, sagte Fairylia. Beim Aus dem Haus gehen spürte die Mutter, wie Fairylia mit ihr aus dem Haus schwebte.

 

Um halb 10 wachte Emily endlich auf. „Guten Morgen Fairylia!“ sagte sie, aber niemand meldete sich. „Fairylia! Wo bist Du?“ Dann klopfte es am Fenster. Emily stürmte hin und öffnete das Fenster. „Guten Morgen Emily! Gut geschlafen?“ fragte Fairylia und flog ins Zimmer. „Ja danke Fairylia. Wo warst Du denn?“ wollte Emily wissen. „Ich war auf der Wiese, die ich früher bewohnte und habe Lindenius besucht. Er freut sich für mich, dass ich jetzt Dein Schutzwesen bin. Er meinte, dass diese Aufgabe zu mir sowieso besser passt.“ Antwortete Fairylia und beide lachten. „Deine Mutter ist auch wieder zurück. Ich bin mit ihr aus dem Haus gegangen. Sie war einkaufen und ich war auf der Wiese.“ Sagte Fairylia. „Ach so ist das. Dann wollen wir sehen, ob es schon Frühstück gibt.“ Erwiderte Emily. „Ich habe schon Tau und Blütennektar gefrühstückt. Aber Du brauchst auf alle Fälle ein Frühstück.“ Meinte Fairylia. „Ja, und nach dem Frühstück schaue ich mir an, was in dem Päckchen ist.“ Sagte Emily. „Das sehen wir uns beide an.“ Antwortete Fairylia bestimmt. Danach gingen beide aus dem Zimmer.

 

„Guten Morgen Emily!“ sagte die Mutter. „Guten Morgen Mama.“ Erwiderte Emily. „Was habt Ihr denn heute vor?“ fragte die Mutter. Emily antwortete mit einer Gegenfrage: „Mama, hast Du heute frei?“ „Ja Emily. Wir könnten entweder ins Kino oder in den Zoo gehen.“ Schlug die Mutter vor. „Gute Idee! Endlich hast Du mal Zeit für mich!“ rief Emily erfreut aus. Die Mutter lachte. „Für was entscheidest Du Dich Emily?“ „Für den Zoo.“ „Gut, dann fahren wir später nach dem Mittagessen in den Zoo.“ „Und was ist mit mir und dem ausgemachten Flugtraining?“ wollte Fairylia wissen. „Das können wir ja jetzt am Vormittag machen. Außerdem habe ich sowieso das Gefühl, dass dieses Päckchen von der Feenkönigin mit dem Flugtraining zu tun hat.“ „Okay ja könnte sein.“

 

Nach dem Frühstück verschwanden Emily und Fairylia wieder im Kinderzimmer. Emily nahm das Päckchen vom Schreibtisch und öffnete es. „Ein Umhang!“ rief sie aus. „Was für ein Umhang Emily? Es müsste ja auch ein Brief von der Königin dabei sein.“ „Moment Fairylia. Ja, da ist einer.“ Emily las:

 

„Liebe Emily!

 

Hier hast Du einen Unsichtbarkeitsumhang für Euer Flugtraining. Menschen, die Feen nicht sehen können, sehen und hören Dich nicht, wenn Du diesen Umhang trägst. Viel Freude beim Training und mit diesem Umhang wünscht Dir

 

                      Deine Feenkönigin

                      Blumfairynia“

 

„Super! Dann wäre dieses Problem auch gelöst Emily. Nun wollen wir aber gleich aufbrechen.“ Emily nickte und nahm den Umhang. „Was macht Ihr jetzt?“ fragte die Mutter. „Wir gehen raus und machen Flugtraining Mama.“ „Nein Emily! In der Feenwelt kannst Du von mir aus so viel herumfliegen, schweben und flattern wie Du willst. Aber in der Menschenwelt geht das nicht. Du erregst damit nur Aufsehen! Ihr dürft schon raus, aber ohne Flugtraining! Verstanden Emily?“ „Aber Mama! Dieses Problem mit den anderen Menschen, die Feen nicht sehen können haben wir schon gelöst!“ „Und wie?“ „Mit einem Unsichtbarkeitsumhang, den mir die Feenkönigin geschickt hat.“ „Okay. Sobald ihr draußen seid hängst Du sofort den Umhang um Emily damit es keine Aufregung gibt.“ Heftig nickte Emily und antwortete: „Das habe ich sowieso vor Mama.“ „Gut. Um 13:00 seid Ihr bitte wieder zum Mittagessen zu Hause.“ „Okay.“ Erwiderte Emily kurz. Dann verabschiedeten sich Emily und Fairylia von der Mutter und verschwanden nach draußen. Gleich danach hängte Emily den Umhang um. Dann übernahm Fairylia als Flugtrainerin das Kommando.

 

„So, Emily jetzt fliegen wir erstmal auf die Wiese, auf der Du mich kennen gelernt hast.“ Sagte Fairylia. Fairylia und Emily flogen nebeneinander. In der Luft wurden sie von einem Vogel begrüßt. Das fand Emily sehr lieb und auch Fairylia freute sich sehr darüber. Fairylia merkte, dass Emily nicht mehr viel Flugtraining brauchte. Das Flugtraining verlief sehr gut. Emily und Fairylia landeten um 13:00 wieder zuhause. Emilys Mutter war froh, dass alles gut ging und nichts passiert war.

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